Leerstand, Bremen

Leerstand in Bremen: Özlem Ünsal verhängt Zwangsgeld für 14 Wohnungen

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 07:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Domicil-Tochter investierte über 300.000 Euro und sanierte sieben Wohnungen; fünf weitere befinden sich noch in Arbeit.
Fassade eines mehrstöckigen Wohnhauses in einem städtischen Wohnviertel bei spätem Nachmittagslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Bremer Stadtteil Gröpelingen greift das Bauressort gegen den Leerstand von Wohnraum durch. Die Bremer Bausenatorin Özlem Ünsal (SPD) hat für September 2026 ein Zwangsgeld gegen die Domicil Invest Sieben GmbH verhängt.

Grund für die behördliche Maßnahme sind 14 nicht vermietbare Wohnungen am Liegnitzplatz, deren Größen zwischen 33 und 65 Quadratmetern liegen, wie der Weser-Kurier in einem Bericht vom 27. Oktober 2026 meldete. Die betroffene Gesellschaft ist eine Tochter der Münchner Domicil Real Estate AG.

Die Höhe des für September 2026 festgesetzten Zwangsgeldes orientiert sich an der ortsüblichen Miete gemäß dem geltenden Mietspiegel. Sollte der Missstand nicht behoben werden, droht dem Eigentümer eine schrittweise Verschärfung des finanziellen Drucks: Nach Angaben der Baubehörde kann sich die Summe künftig jeweils um den Faktor 1,5 erhöhen. Zudem ermöglicht das Wohnraumschutzgesetz in schwerwiegenden Fällen die Verhängung von Bußgeldern in Höhe von bis zu 100.000 Euro.

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Eigentümer verweist auf laufende Sanierungsarbeiten

Die Domicil Invest Sieben GmbH weist die Vorwürfe eines vorsätzlichen oder unberechtigten Leerstands zurück. Nach Angaben des Unternehmens wurden in den Jahren 2025 und 2026 bereits mehr als 300.000 Euro in das Objekt am Liegnitzplatz investiert. Von den Maßnahmen hätten bereits mehrere Einheiten profitiert: Sieben Wohnungen seien saniert und vermietet worden, während sich fünf weitere Einheiten derzeit in der Sanierungsphase befänden.

Darüber hinaus kündigte das Immobilienunternehmen Modernisierungen an der Gebäudetechnik an. Demnach sei vorgesehen, die bisher genutzte Ölzentralheizung der Wohnanlage durch eine moderne Wärmepumpe zu ersetzen.

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Mit dem Vorgehen stützt sich die Bremer Baubehörde auf die Instrumente des Wohnraumschutzgesetzes, das Zweckentfremdung und anhaltenden Wohnungsleerstand verhindern soll. Die Auseinandersetzung am Liegnitzplatz verdeutlicht die verschärfte Gangart der Behörden gegenüber gewerblichen Wohnungseigentümern, wenn Wohnungen dem regulären Mietmarkt über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen.

Ob und in welchem Umfang das Zwangsgeld für Folgemonate weiter ansteigt, hängt nach behördlichen Grundsätzen vom weiteren Baufortschritt und der Wiederherstellung der Bewohnbarkeit der betroffenen Einheiten ab.

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