Lieferkettensorgfalt: Strengere Regeln fĂŒr Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern
Veröffentlicht: 19.07.2026 um 00:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die AbsichtserklĂ€rung wurde am Samstag unterzeichnet. Ziel ist eine vertiefte Zusammenarbeit bei Klima- und Umweltschutz im Ăl- und Gassektor.
Die Vereinbarung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Emissionskontrollen in globalen Energie-Lieferketten. Neben technischen MaĂnahmen zur Emissionsreduzierung sieht das Abkommen einen regelmĂ€Ăigen Austausch ĂŒber regulatorische Rahmenbedingungen vor. Das Bundesumweltministerium und das Wirtschaftsministerium treiben damit die Umsetzung internationaler Klimaziele voran.
ESG-Standards fĂŒr Immobilien
Parallel zur zwischenstaatlichen Ebene rĂŒcken branchenspezifische Anforderungen stĂ€rker in den Fokus. Am 28. Juli findet in Frankfurt ein Workshop der Initiative âENGAGE for ESGâ statt. Thema sind die Kriterien der EU-Taxonomie fĂŒr die Finanzierung von Wohnimmobilien.
Das seit Ende 2022 bestehende Projekt bietet eine standardisierte Berichtsvorlage und ein Online-Portal. Interessierte können das Portal bis Ende 2026 kostenlos testen. Ziel ist die bessere Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsdaten â damit Investoren verlĂ€ssliche Informationen ĂŒber die ökologische QualitĂ€t von Immobilienportfolios erhalten.
Strengere Regeln fĂŒr Unternehmen
Die zunehmende Regulierung globaler Lieferketten stellt Unternehmen vor immer komplexere Compliance-Herausforderungen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die neuen Berichtspflichten der EU rechtssicher umsetzen und Sanktionen zuverlÀssig vermeiden. Gratis-Checkliste zur EU-Verordnung jetzt herunterladen
Seit Jahreswechsel 2023/2024 unterliegen Unternehmen ab 1.000 BeschĂ€ftigten dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Sie mĂŒssen ein wirksames Risikomanagement etablieren, um Menschenrechtsverletzungen und UmweltverstöĂe zu identifizieren.
Das Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ĂŒberwacht die Einhaltung und kann BuĂgelder verhĂ€ngen. Zudem gewinnt der Schutz der biologischen Vielfalt an Bedeutung. Das BMUV kĂŒndigte bereits 29 Millionen Euro fĂŒr Projekte in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern an.
4,4 Millionen fĂŒr BiodiversitĂ€t
In Deutschland fördert die Regierung Projekte, die BiodiversitĂ€t mit Klimaschutz verknĂŒpfen. Das Projekt âUBi â Unternehmen Biologische Vielfaltâ erhĂ€lt rund 4,4 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium und Bundesamt fĂŒr Naturschutz. Betriebe können damit ihre Auswirkungen auf Ăkosysteme prĂŒfen.
Ein weiterer Schwerpunkt: die WiedervernĂ€ssung von Mooren. EntwĂ€sserte Moore verursachen schĂ€tzungsweise sieben Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen. Das Modellprojekt âNaturErbeKlimaâ startete mit 2,2 Millionen Euro.
Viele Unternehmen werden von neuen EU-Umweltauflagen in der Lieferkette unvorbereitet getroffen und riskieren hohe BuĂgelder. Ein kostenloser Experten-Report hilft Ihnen dabei, die eigenen Risiken schnell zu erkennen und die geforderten Sorgfaltspflichten ohne groĂen Aufwand zu erfĂŒllen. Kostenlosen Compliance-Leitfaden inkl. Checkliste sichern
MittelstĂ€ndische Unternehmen engagieren sich in regionalen Initiativen â etwa bei der WiedervernĂ€ssung von NiedermoorflĂ€chen in Brandenburg oder der Revitalisierung von Streuobstwiesen durch EU-LEADER-Projekte.
International baut Deutschland seine Partnerschaften aus. Mit Kolumbien besteht eine Kooperation zur UnterstĂŒtzung von EntwicklungslĂ€ndern bei BiodiversitĂ€tsstrategien â ebenfalls mit 29 Millionen Euro. Ab 2025 plant die Bundesregierung, die internationale Finanzierung fĂŒr Artenschutz auf jĂ€hrlich 1,5 Milliarden Euro anzuheben.
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