LiquiditÀt ist kein Krisentool: Warum Unternehmen jetzt einen LiquiditÀtskompass brauchen
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 09:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSLiquiditĂ€t entscheidet zunehmend darĂŒber, welche Unternehmen Krisen nicht nur ĂŒberstehen, sondern gestĂ€rkt aus ihnen hervorgehen. Steigende Insolvenzzahlen, restriktivere Kreditvergabe und ein volatiles wirtschaftliches Umfeld erhöhen den Druck auf die Finanzplanung. Gleichzeitig wird LiquiditĂ€tsmanagement in vielen Unternehmen noch immer ĂŒberwiegend mit Excel-Tabellen oder aus dem Bauch heraus betrieben. Dabei ist LiquiditĂ€t lĂ€ngst mehr als ein Notfallinstrument: Wer seine ZahlungsfĂ€higkeit vorausschauend steuert, schafft sich HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr Investitionen, Wachstum und den nĂ€chsten Aufschwung.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Dimension. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 12.900 Unternehmensinsolvenzen registriert - 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit 2013. Die dadurch entstandenen SchĂ€den belaufen sich auf rund 28,5 Milliarden Euro, rund 165.000 ArbeitsplĂ€tze sind betroffen. Nach EinschĂ€tzung von Creditreform ist der Höhepunkt der aktuellen Insolvenzwelle noch nicht erreicht. Eine Stabilisierung wird demnach frĂŒhestens ab 2027 erwartet.
Gleichzeitig wird der Zugang zu Fremdkapital schwieriger. Nach Angaben des KfW-Mittelstandspanels berichteten im zweiten Quartal 2026 rund 40,5 Prozent der kreditsuchenden MittelstÀndler von einem restriktiven Verhalten ihrer Banken. Ein Rekordwert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2017. Die schwache Konjunktur belastet Eigenkapitalquoten und Unternehmensratings und erschwert damit die Finanzierung.
Die eigentliche Dimension der Krise bleibt jedoch teilweise unsichtbar. Denn die offiziellen Insolvenzstatistiken erfassen nur einen Teil der Unternehmensaufgaben. Eine gemeinsame Auswertung von ZEW Mannheim und Creditreform zeigt, dass 2025 rund 187.744 Unternehmen in Deutschland ihre TĂ€tigkeit aufgaben. Das sind 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Lediglich 13,4 Prozent davon gingen in ein Insolvenzverfahren. Der ĂŒberwiegende Teil verschwand ĂŒber Abmeldungen oder GeschĂ€ftsaufgaben aus dem Markt, ohne in der klassischen Insolvenzstatistik aufzutauchen.
Damit gewinnt eine Frage an Bedeutung, die lange Zeit wenig Beachtung fand: Wie professionell steuern Unternehmen ihre LiquiditÀt eigentlich?
"Was nĂŒtzt dir eine TĂV-Plakette am Auto, wenn der Tank leer ist?", bringt Niclas Storz, GrĂŒnder von Tidely, die Bedeutung auf den Punkt. Ein Unternehmen könne auf dem Papier profitabel und wirtschaftlich gesund erscheinen und dennoch zahlungsunfĂ€hig werden, wenn zum entscheidenden Zeitpunkt nicht genĂŒgend liquide Mittel zur VerfĂŒgung stehen. "LiquiditĂ€t muss deshalb nicht erst dann gesteuert werden, wenn es bereits brennt. Sie muss frĂŒhzeitig sichtbar und planbar sein."
Genau hier setzt Tidely an, das fĂŒhrende deutsche LiquiditĂ€tsmanagement-Tool. Das MĂŒnchner Unternehmen entwickelt und betreibt seit sechs Jahren eine Lösung fĂŒr professionelles LiquiditĂ€tsmanagement und versteht sich als LiquiditĂ€tskompass fĂŒr Unternehmen. Die cloudbasierte Plattform ermöglicht eine EchtzeitĂŒbersicht ĂŒber die finanzielle Situation, automatisierte Finanzplanung und KI-gestĂŒtzte Szenarioanalysen. Ăber 5.000 Bankverbindungen sowie ERP- und Buchhaltungssysteme können angebunden werden. Mehr als 2.000 Unternehmen nutzen die Lösung bereits.
FĂŒr Storz ist die strukturelle LĂŒcke im Markt seit Jahren offensichtlich. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank und seiner TĂ€tigkeit bei A.T. Kearney war er mehr als 17 Jahre bei der Boston Consulting Group tĂ€tig, zuletzt als Senior Partner & Managing Director. Dort beschĂ€ftigte er sich unter anderem intensiv mit Banking, Payments und Cashflow-Management. Bereits nach der Finanzkrise 2008 erkannte er, dass Banken wirklich gute LiquiditĂ€tstools meist nur fĂŒr ihre gröĂten Firmenkunden entwickeln. Kleine und mittlere Unternehmen gingen dabei leer aus.
Anfang 2020 grĂŒndete er deshalb Tidely. Sein Leitprinzip lautet seitdem: "Liquidity First."
Denn LiquiditĂ€tsmanagement erfĂŒllt aus seiner Sicht eine doppelte Funktion: In einer Krise ist es unverzichtbares Handwerkszeug, um ZahlungsfĂ€higkeit zu sichern. In stabileren Phasen wird es zum strategischen Wachstumsmotor. Wer frĂŒh erkennt, wann finanzieller Spielraum entsteht, kann schneller investieren, Personal aufbauen, neue MĂ€rkte erschlieĂen oder Ăbernahmen realisieren.
Damit wird LiquiditÀt zur strategischen Ressource: Wer aus einer Krise am schnellsten wieder beschleunigen kann, verschafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Tidely ist in Deutschland entwickelt und gehostet, ISO/IEC 27001-zertifiziert und arbeitet zudem mit Banken zusammen, die die Lösung als White-Label-Angebot integriert im Onlinebanking ihren Firmenkunden zur VerfĂŒgung stellen. So soll professionelles LiquiditĂ€tsmanagement nicht nur einzelnen Unternehmen zugutekommen, sondern langfristig auch zur Stabilisierung und WettbewerbsfĂ€higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland beitragen.
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