Ludwigsburg, Kostenlose

Ludwigsburg: Kostenlose PSA-Messung fĂŒr MĂ€nner ab 45 am 11. November

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 14:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine kostenlose Blutuntersuchung soll MĂ€nnern in Ludwigsburg FrĂŒherkennung ermöglichen; Experten betonen zugleich die Folgen verspĂ€teter Hilfe.
Ein heller, ruhiger Wartebereich in einem medizinischen GebÀude mit schlichtem Design und Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Regionale Gesundheitsbehörden machen mit gezielten Aktionen auf kostenlose Vorsorgeangebote aufmerksam. Fachleute weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass MĂ€nner körperliche wie seelische Warnsignale weiterhin hĂ€ufig ignorieren und erst mit erheblicher Verzögerung professionelle UnterstĂŒtzung in Anspruch nehmen.

Kostenlose FrĂŒherkennung im Landkreis Ludwigsburg

Ein konkretes Angebot zur FrĂŒherkennung initiiert das Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg in Kooperation mit dem MVZ Labor Ludwigsburg. FĂŒr den 11. November 2026 ist zwischen 13 und 17 Uhr eine kostenlose PSA-Messung fĂŒr MĂ€nner ab 45 Jahren im Gesundheitsamt Ludwigsburg in der Hindenburgstraße 20/1 geplant.

Bei der Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens handelt es sich um eine Blutuntersuchung zur FrĂŒherkennung von Prostatakrebs, die im Regelfall als individuelle Gesundheitsleistung von den Versicherten selbst bezahlt werden muss.

Interessierte mĂŒssen sich vorab online ĂŒber die Plattform survey.lamapoll.de anmelden. Das entsprechende Anmeldetool wird am Montag, den 2. November 2026, ab 8:30 Uhr freigeschaltet. Die Vergabe der Termine erfolgt nach VerfĂŒgbarkeit der freien Zeitfenster. AuskĂŒnfte erteilt der Fachbereich Gesundheitsförderung des Landratsamts telefonisch unter 07141 144-2520 oder per E-Mail unter gesundheitsfoerderung@landkreis-ludwigsburg.de.

Rollenbilder und ZurĂŒckhaltung bei Problemen

Die Scheu vor Arztbesuchen und Vorsorgeterminen spiegelt ein verbreitetes Verhaltensmuster wider. Psychologen berichten, dass viele MĂ€nner selbst bei hoher persönlicher Belastung im ErstgesprĂ€ch zögern und bezweifeln, ob ihre Lage bereits gravierend genug fĂŒr Hilfe von außen sei. Als wesentliche Ursache dafĂŒr gelten traditionelle Rollenbilder.

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Dieses Bild bestĂ€tigt eine von der hkk Krankenkasse veranlasste Forsa-Umfrage. Der Erhebung zufolge sprechen lediglich 57 Prozent der MĂ€nner mit ihrer Partnerin oder der Familie ĂŒber bestehende Sorgen, wĂ€hrend es im Freundeskreis nur 45 Prozent sind. Mehr als jeder dritte Mann versucht demnach, auftretende Schwierigkeiten und Belastungen vollstĂ€ndig allein zu bewĂ€ltigen.

Gravierende Folgen fĂŒr die MĂ€nnergesundheit

Die ZurĂŒckhaltung bei PrĂ€vention und Behandlung hat messbare Konsequenzen. Nach Angaben der UniversitĂ€t TĂŒbingen sterben MĂ€nner im Durchschnitt fĂŒnf Jahre frĂŒher als Frauen, wobei dieser Unterschied weitgehend auf vermeidbare Faktoren zurĂŒckgefĂŒhrt wird.

Auch im Bereich der psychischen Gesundheit zeigen sich deutliche Unterschiede: Laut dem Psychreport 2025 der DAK entfielen je 100 Versicherte zwar 431 Fehltage wegen psychischer Erkrankungen auf Frauen und lediglich 266 Fehltage auf MĂ€nner.

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Gleichzeitig warnen Experten davor, dass psychische Leiden bei MĂ€nnern hĂ€ufig unerkannt bleiben. Fast 70 Prozent der erfassten Suizide betreffen MĂ€nner. Typische Warnsignale fĂŒr ernsthafte Krisen seien langanhaltender schlechter Schlaf, ĂŒbermĂ€ĂŸiger Sport, ein gesteigerter Alkoholkonsum sowie eine Flucht in die Erwerbsarbeit.

Initiativen wie die Movember-Aktion versuchen daher verstĂ€rkt, das Bewusstsein fĂŒr die MĂ€nnergesundheit mit einem besonderen Schwerpunkt auf der seelischen Verfassung zu schĂ€rfen.

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