Lufthansa-Sparpaket, Verwaltungsstellen

Lufthansa-Sparpaket: 550 Verwaltungsstellen ab sofort abgebaut

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 21:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lufthansa beginnt mit dem Abbau von 550 Verwaltungsstellen durch Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des Sparprogramms „New Ways“.

Lufthansa startet Freiwilligenprogramm zum Abbau von 550 Stellen
Ein moderner, minimalistischer Büroarbeitsplatz mit Blick auf ein Flughafenvorfeld bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Lufthansa AG hat Ende Juli 2026 mit der Umsetzung ihres angekündigten Sparprogramms in der Verwaltung begonnen. Das Freiwilligenprogramm mit dem Namen „New Ways“ zielt darauf ab, bis zu 550 Vollzeitstellen bei der Kernmarke Lufthansa Airlines sowie in den zentralen Konzernbereichen abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Restrukturierung, mit der das Unternehmen seine Rentabilität nachhaltig sichern will.

Struktur und Konditionen des Freiwilligenprogramms

Der Prozess zur Reduzierung der Belegschaft folgt einem festgelegten Schema, das keine Eigeninitiative der Beschäftigten vorsieht. Seit dem 27. Juli werden Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen gezielt von ihren Führungskräften angesprochen. Das Programm bietet den Angestellten zwei wesentliche Optionen für ein Ausscheiden aus dem Unternehmen an: Entweder den Abschluss eines Aufhebungsvertrags, der mit einer Abfindungszahlung verbunden ist, oder eine bezahlte Freistellung. Im Falle der Freistellung ist es den Mitarbeitern ausdrücklich gestattet, einer Nebentätigkeit nachzugehen.

Modelle zur Altersteilzeit sind im Rahmen von „New Ways“ nach vorliegenden Informationen nicht vorgesehen. Neben dem Freiwilligenprogramm nutzt der Konzern zudem die natürliche Fluktuation sowie die gezielte Nicht-Nachbesetzung frei werdender Stellen, um die Personalstärke in der Verwaltung zu verringern.

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Strategische Hintergründe und finanzielle Ziele

Der Abbau der 550 Verwaltungsstellen soll bis Ende 2028 vollständig abgeschlossen sein. Dieser Schritt ist eingebettet in eine langfristige Planung, die bis zum Jahr 2030 die Streichung von insgesamt 4.000 Arbeitsplätzen vorsieht. Hintergrund dieser Einschnitte ist das Ziel des Konzerns, die bereinigte Ergebnismarge signifikant zu steigern. Während diese im Jahr 2025 bei 4,9 Prozent lag, strebt das Management für die Zukunft eine Marge zwischen 8 und 10 Prozent an.

Das Sparprogramm soll die jährlichen Kosten um 300 Millionen Euro senken. Für die Umsetzung der personellen Maßnahmen und die damit verbundenen Abfindungen plant das Unternehmen mit einmaligen Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro.

Zentralisierung und Auswirkungen auf die Standorte

Ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung ist die Zentralisierung von Funktionen, die bislang dezentral organisiert waren. Insbesondere die Bereiche Vertrieb und Netzplanung sollen künftig stärker gebündelt werden. Diese Umstrukturierung führt dazu, dass rund 1.500 Stellen an andere Standorte verlegt werden. Berichten zufolge ist der Standort Frankfurt von diesen Verschiebungen und dem Stellenabbau überproportional betroffen.

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Die Sparmaßnahmen beschränken sich nicht nur auf die Kernmarke. Auch bei der Konzernschwester Swiss ist ein Personalabbau in der Verwaltung vorgesehen. Dort soll die Zahl der Stellen in administrativen Bereichen um 10 Prozent reduziert werden, um die Effizienz innerhalb der gesamten Lufthansa-Gruppe zu steigern.

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