Schwesig, DĂŒrr

Schwesig und DĂŒrr fordern Einigung bei Wachstumspaket

21.02.2024 - 18:49:46

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprÀsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat unmittelbar vor Beginn des Vermittlungsausschusses zwischen Bundestag und Bundesrat am Mittwochabend auf eine Einigung beim geplanten Wachstumspaket gepocht.

"Ich werde sehr dafĂŒr werben, dass wir zu einer Einigung kommen", sagte die Co-Vorsitzende des Vermittlungsausschusses in Berlin. "Denn mein Eindruck vor Ort ist, dass die Menschen diesen ganzen Streit leid sind und Lösungen von der Politik sehen wollen."

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian DĂŒrr Ă€ußerte die Erwartung, dass es beim Wachstumsschancengesetz eine Einigung geben wird. "Aus meiner Sicht kann es da zwischen den Parteien, egal ob Koalition oder Opposition, auch keine zwei Meinungen geben. Deutschland braucht jetzt ein starkes Signal fĂŒr einen guten Standort", sagte er vor Verhandlungsbeginn mit Blick auf die Konjunkturflaute.

Das Gesetz steht am Mittwochabend im Vermittlungsausschuss besonders im Fokus. Die LĂ€nder hatten zu dem Gesetz den Vermittlungsausschuss angerufen, weil das Gesetz auch EinnahmeausfĂ€llen fĂŒr die LĂ€nder fĂŒhrt. Die Union will dem Gesetz aber nur zustimmen, wenn die Bundesregierung die vom Bundestag beschlossenen SubventionskĂŒrzungen fĂŒr den Agrardiesel der Landwirte zurĂŒcknimmt. Das Wachstumsschancengesetz sieht eine Reihe von steuerlichen Erleichterungen fĂŒr Firmen und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren vor. In einer Arbeitsgruppe hatte es bereits eine VorverstĂ€ndigung gegeben, demnach soll das Volumen der Entlastungen deutlich sinken.

Schwesig sagte: "Ich finde es wichtig, dass fĂŒr die Bauern eine Lösung kommt. Und deshalb ist es gut, dass sowohl die Bundesregierung als auch die Ampelfraktionen mit den Bauern sprechen." SpĂ€testens bis zur nĂ€chsten Bundesratssitzung am 22. MĂ€rz mĂŒsse es ein ganz klares, substanzielles Ergebnis mit den Bauern geben.

Ebenfalls verhandelt wird ĂŒber ein Gesetz, mit dem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen Online-Atlas zur BehandlungsqualitĂ€t der KrankenhĂ€user in Deutschland schaffen will. Der Bundesrat hatte das "Transparenzverzeichnis" im November vorerst abgebremst. Dort soll abrufbar sein, welche Klinik welche Leistungen anbietet und wie es mit Behandlungserfahrungen und PersonalschlĂŒsseln aussieht. Im Gesetz vorgesehen sind auch Regelungen zu zusĂ€tzlicher LiquiditĂ€t in Milliardenhöhe fĂŒr die Klinken.

@ dpa.de