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USA: Über 20 LĂ€nder beteiligen sich an MilitĂ€rbĂŒndnis im Roten Meer

22.12.2023 - 06:52:21

Mehr als 20 LÀnder haben sich nach Angaben der USA angesichts der Angriffe von Huthi-Rebellen bislang bereit erklÀrt, bei der MilitÀrallianz zum Schutz von Schiffen im Roten Meer mitzumachen.

Seit der AnkĂŒndigung der "Operation Prosperity Guardian" (etwa: HĂŒter des Wohlstands) hĂ€tten auch Australien und Griechenland ihre Teilnahme bekanntgegeben, sagte Pentagon-Sprecher Pat Ryder auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit). Er betonte, das BĂŒndnis stehe anderen LĂ€ndern offen. Es sei ihnen aber ĂŒberlassen, ĂŒber ihre Beteiligung öffentlich zu sprechen.

Der entscheidende Punkt sei, dass es sich um ein internationales Problem handele, das eine internationale Antwort erfordere. "Wir werden also weiter mit dieser Koalition der Willigen zusammenarbeiten, und alle LĂ€nder werden in der Lage sein, das beizutragen, was sie fĂŒr möglich halten", ergĂ€nzte der Sprecher des Verteidigungsministeriums. In manchen FĂ€llen werde das Schiffe umfassen. In anderen FĂ€llen könnte es sich um Personal oder andere Arten der UnterstĂŒtzung handeln.

Zum besseren Schutz der wichtigen Schifffahrtsroute durch das Rote Meer, die zum Suezkanal fĂŒhrt, hatten die USA Anfang der Woche offiziell das neue BĂŒndnis ins Leben gerufen. Das US-MilitĂ€r soll dabei in der Region noch besser mit den StreitkrĂ€ften anderer LĂ€nder zusammenarbeiten.

Die von Israels Erzfeind Iran unterstĂŒtzten Huthi-Rebellen greifen Israel seit Ausbruch des Gaza-Krieges mit Drohnen und Raketen an und attackieren Schiffe im Roten Meer, um sie an einer Durchfahrt in Richtung Israel zu hindern. Große Reedereien meiden zunehmend die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal, ĂŒber die etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels lĂ€uft.

An dem BĂŒndnis beteiligen sich nach US-Angaben unter anderen auch das Vereinigte Königreich, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen und die Seychellen. Deutschland prĂŒft eine Beteiligung. Spanien will nach eigenen Angaben nur im Rahmen eines EU- oder Nato-Einsatzes teilnehmen.

@ dpa.de