NobelpreistrÀger, Kennedy

NobelpreistrÀger gegen Kennedy als US-Gesundheitsminister

10.12.2024 - 06:14:32

Mehr als 75 NobelpreistrÀger sprechen sich einem Bericht der "New York Times" zufolge gegen Robert F.

Kennedy Jr. als kĂŒnftigen US-Gesundheitsminister aus. Der Wunschkandidat des designierten PrĂ€sidenten Donald Trump dĂŒrfe nicht vom Senat bestĂ€tigt und mit der Leitung des Ministeriums betraut werden, heißt es in einem von der Zeitung veröffentlichten Schreiben der Wissenschaftler.

Initiiert wurde der Brief demnach unter anderem von dem britisch-amerikanischen Biochemiker und Molekularbiologen Richard Roberts, der 1993 den NobelpreistrĂ€ger fĂŒr Medizin erhielt.

"Gesundheitswesen in Gefahr"

Die Unterzeichner bezweifeln Kennedys Eignung fĂŒr das Amt und kritisieren fehlende Qualifikationen oder Erfahrung in Bereichen wie Medizin, Wissenschaft und Verwaltung. Sie werfen ihm vor, wissenschaftsfeindliche Positionen zu vertreten. Sollte er das Amt antreten, gefĂ€hrde dies das Gesundheitswesen und schwĂ€che die FĂŒhrungsrolle der USA in der Forschung, heißt es in dem Schreiben.

Kennedy habe sich in der Vergangenheit etwa als Gegner lebensrettender Impfstoffe hervorgetan, er verbreite Verschwörungstheorien und sei ein scharfer Kritiker der ihm kĂŒnftig unterstellten Behörden etwa der US-Arzneimittelbehörde.

70-JÀhriger ist erklÀrter Impfgegner

Kennedy war bei der PrĂ€sidentenwahl als unabhĂ€ngiger Bewerber angetreten, zog seine aussichtslose Kandidatur dann aber zurĂŒck und wechselte ins Trump-Lager. Der 70-JĂ€hrige stammt aus der prominenten Kennedy-Familie. Er war jahrzehntelang Demokrat, entfernte sich aber zunehmend von der Partei. Kritisiert wird er wegen der Verbreitung von Verschwörungstheorien und Kontakten zu rechtsextremen Politikern.

Kennedy Jr. ist erklÀrter Impfgegner. Trump teilte mit, er werde "die Epidemie chronischer Krankheiten" beenden und Amerika wieder gesund machen. Die Personalie muss noch vom Senat bestÀtigt werden./trö/DP/stk

@ dpa.de