Leiharbeiter, Niedriglohnbereich

Mehrheit der Leiharbeiter arbeitet im Niedriglohnbereich

21.02.2024 - 11:10:36

Mehr als die HÀlfte der Leiharbeiter in Deutschland arbeitet zu Niedriglöhnen.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, ĂŒber welche die "Neue OsnabrĂŒcker Zeitung" berichtet. Ende 2022 waren demnach rund 617.000 Menschen als Leiharbeiter in Vollzeit beschĂ€ftigt, 57,7 Prozent erhielten weniger als 2.431 Euro brutto. WĂ€hrend in den ostdeutschen BundeslĂ€ndern fast drei Viertel der Arbeitnehmer in diesem Bereich zum Niedriglohn beschĂ€ftigt waren, waren es im Westen ĂŒber die HĂ€lfte.

Am schlechtesten ist die Bezahlung in Sachsen-Anhalt. AuslĂ€ndische Lohnarbeiter werden außerdem deutlich schlechter bezahlt als deutsche Leiharbeiter. 71,6 Prozent der auslĂ€ndischen Arbeitnehmer arbeiten zum Niedriglohn, unter ihren deutschen Kollegen sind es 45,7 Prozent. Besonders schlecht bezahlt werden den Angaben zufolge Leiharbeitnehmer aus Bulgarien, RumĂ€nien und Tschechien. Niedriglöhne werden vor allem im Verkehrs- und Logistikbereich gezahlt. Der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, RenĂ© Springer, kritisierte in der NOZ: "Leiharbeit ist in vielen FĂ€llen nichts anderes als moderne Lohnsklaverei. Es wird viel FlexibilitĂ€t verlangt, fĂŒr die es im Austausch kaum Sicherheiten gibt. Gleichzeitig werden die Leiharbeitnehmer unterirdisch bezahlt." Er fordert "gleichen Lohn fĂŒr gleiche Arbeit ab dem ersten Tag und zusĂ€tzlich einen FlexibilitĂ€tszuschlag von zehn Prozent fĂŒr Leiharbeiter".

@ dts-nachrichtenagentur.de