Ifo: Jedes vierte Unternehmen meldet zu geringe BĂŒro-Auslastung
16.05.2025 - 07:46:57 | dts-nachrichtenagentur.de"Im Vergleich zu unserer letzten Umfrage hat sich der Trend zur Verkleinerung verstĂ€rkt. Ein wesentlicher Grund dafĂŒr ist die Unterauslastung der BĂŒroflĂ€chen wegen Homeoffice", sagte Ifo-Forscher Simon Krause. Seit August 2024 hat der Anteil der Unternehmen mit erfolgter Verkleinerung von 6,2 auf 10,3 Prozent sowie mit geplanter Verkleinerung von 8,3 auf 12,5 Prozent zugenommen. Einige Unternehmen haben ihr Raumangebot bereits verringert und wollen dies in Zukunft fortsetzen. Besonders hĂ€ufig verkleinern groĂe Dienstleistungsunternehmen ihre BĂŒros. 19,2 Prozent haben bereits verkleinert und 22,7 Prozent planen dies innerhalb der nĂ€chsten fĂŒnf Jahre. In der Industrie (9,7 Prozent erfolgt, 10,1 Prozent geplant), im Handel (4,1 bzw. 8,2 Prozent), im Baugewerbe (1,3 bzw. 2,9 Prozent) und bei kleinen Unternehmen (6,6 bzw. 9,5 Prozent) ist der Anteil geringer. "Der BĂŒroimmobilienmarkt befindet sich in einem strukturellen Wandel", sagte Krause. "Unternehmen setzen verstĂ€rkt auf Effizienz, flexible Nutzung und neue Arbeitsplatzkonzepte." Eine ErklĂ€rung fĂŒr die zunehmenden Verkleinerungen liefern neue Zahlen zur Nutzung der BĂŒros. Aktuell melden 26,3 Prozent der Unternehmen eine Unterauslastung ihrer BĂŒroflĂ€chen. Nur 4,6 Prozent berichten von Ăberauslastung und 69,2 Prozent sehen eine angemessene Nutzung. Vor allem Dienstleistungsbranchen wie Werbung und Marktforschung (60,9 Prozent), Informationsdienstleistungen (59,6 Prozent), Film und Fernsehen (59,4 Prozent), IT (53,4 Prozent) und Telekommunikation (49,5 Prozent) verzeichnen eine Unterauslastung ihrer BĂŒros. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass viele BĂŒros gröĂer sind, als es das Nutzungsverhalten verlangt", sagte Krause. "FĂŒr viele Unternehmen ist das ein Anlass, ihren FlĂ€chenbedarf zu ĂŒberdenken, insbesondere in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Diese Schieflage erhöht den Anpassungsdruck und wird den BĂŒroimmobilienmarkt wegen langfristiger MietvertrĂ€ge noch ĂŒber Jahre beschĂ€ftigen."
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