Mehr Firmeninsolvenzen
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 11:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS2373 FÀlle bedeuteten eine Steigerung um 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Damit setzt sich die Entwicklung aus dem ersten Halbjahr fort. Einen höheren Monatswert hatte es zuletzt im Juli 2013 mit 2.459 FÀllen gegeben.
Die Insolvenzen werden erst gezÀhlt, wenn das zustÀndige Insolvenzgericht eine erste Entscheidung gefÀllt hat. In der Regel seien die AntrÀge annÀhernd drei Monate vorher gestellt worden, erlÀuterten die Statistiker.
Schnellere Erkenntnisse bringt daher die am Donnerstag vorgestellte Analyse des Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung in Halle (Saale) (IWH), die bereits die Insolvenzbekanntmachungen untersucht. Danach ist die Zahl der Firmenpleiten auch im September gestiegen, im gesamten dritten Quartal aber 2,3 Prozent unter dem Vorquartal geblieben. Forschungsleiter Steffen MĂŒller sieht das Insolvenzgeschehen weiter auf einem hohen Niveau. Aber: "FĂŒr das vierte Quartal darf insgesamt mit rĂŒcklĂ€ufigen Insolvenzzahlen gerechnet werden", so der IWH-Experte.
InsolvenzfÀlle im Schnitt kleiner
Bei den amtlich registrierten Insolvenzen im Juli fielen die Forderungen der GlÀubiger mit 21,9 Milliarden Euro geringer aus als vor einem Jahr, als 31,8 Milliarden Euro im Feuer standen. Im laufenden Jahr hat es folglich durchschnittlich kleinere Unternehmen getroffen.
In den ersten sieben Monaten des Jahres sind statistisch gesehen von je 10.000 Unternehmen knapp 43 Betriebe in die Insolvenz geraten. Am hÀufigsten traf es Betriebe im Bereich Verkehr und Lagerei (86 FÀlle auf 10.000 Betriebe) vor dem Gastgewerbe (70) und dem Baugewerbe (63).
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging hingegen im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht zurĂŒck. 7.111 FĂ€lle bedeuteten einen RĂŒckgang um 1,0 Prozent.
