Wein, Deutschland

Winzer rechnen 2023 mit viel besserer Ernte als im Vorjahr

04.09.2023 - 09:41:32

Mehr NiederschlĂ€ge und weniger UnwetterschĂ€den sorgen 2023 voraussichtlich fĂŒr eine besonders gute Weinernte. Der Mengenzuwachs fĂ€llt aber unterschiedlich aus.

Die Winzer in Deutschland erwarten 2023 eine deutlich bessere Weinernte als im Vorjahr. Die Erntemenge werde voraussichtlich bei fast 9,9 Millionen Hektolitern Weinmost liegen, 9,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Eine fast ĂŒberall ausreichende Wasserversorgung und keine grĂ¶ĂŸeren UnwetterschĂ€den nennen die Statistiker als Grund. Der falsche Mehltau (Peronospora) sei nur regional stĂ€rker aufgetreten. Die geschĂ€tzte Erntemenge liegt auch ĂŒber dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022 - und zwar um fast 1,2 Millionen Hektoliter oder 13,3 Prozent.

Mehr als die HĂ€lfte der gesamten in Deutschland erwarteten Weinernte entfĂ€llt erneut auf die grĂ¶ĂŸten Anbaugebiete Rheinhessen (2,75 Millionen Hektoliter) und Pfalz (2,53 Millionen Hektoliter). Ein Viertel wird in Baden (1,38 Millionen Hektoliter) und WĂŒrttemberg (1,11 Millionen Hektoliter) gelesen. Der Rest verteilt sich auf die ĂŒbrigen neun Anbaugebiete.

Prozentual deutliche Steigerungen der Erntemengen werden in den flĂ€chenmĂ€ĂŸig großen Regionen Mosel, WĂŒrttemberg, Pfalz und Rheinhessen erwartet. Auch kleinere Anbaugebiete wie die Ahr, der Mittelrhein und Sachsen meldeten aber betrĂ€chtliche ZuwĂ€chse. In den Anbaugebieten Baden, Saale-Unstrut, Nahe und Franken fĂ€llt das Plus dagegen eher gering aus. Und im Rheingau mĂŒssen die Winzer sogar leichte Einbußen (minus 1,7 Prozent) hinnehmen.

Die Erntemenge der beliebtesten deutschen Rebsorte Riesling nimmt im Jahresvergleich voraussichtlich um fast 17 Prozent auf 2,19 Millionen Hektoliter zu. ZuwĂ€chse gibt es auch bei den mengenmĂ€ĂŸig zweit- und drittwichtigsten weißen Rebsorten MĂŒller-Thurgau und Grauer Burgunder. Die Erntemenge der roten Rebsorte Blauer SpĂ€tburgunder steigt ebenfalls deutlich an, um fast sechs Prozent auf 1,02 Millionen Hektoliter, der Dornfelder bleibt dagegen in etwa auf dem Vorjahresniveau.

@ dpa.de