Merz, VerÀnderung

Merz sieht fundamentale VerÀnderung in Beziehungen zu USA

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 18:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht eine fundamentale VerÀnderung in den Beziehungen Deutschlands zu den USA.

Die Zeit der "unbedingten transatlantischen Freundschaft" sei wahrscheinlich fĂŒr lĂ€ngere Zeit vorbei, sagte der CDU-Vorsitzende bei einer Veranstaltung mit dem Berliner CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers. "Wir sehen auf der anderen Seite des Atlantiks eine VerĂ€nderung der politischen Haltung, eine VerĂ€nderung auch der EinschĂ€tzung des transatlantischen BĂŒndnisses, die wir so möglicherweise nicht fĂŒr möglich gehalten haben."

Wegen Kritik von Merz an den USA wegen des Iran-Kriegs hat sich das VerhÀltnis zu US-PrÀsident Donald Trump verschlechtert. Dazu kommen zum Beispiel Zollkonflikte.

Merz sagte, man solle die Chance nutzen, die sich jetzt ergebe. "Es war ĂŒberfĂ€llig, dass wir jetzt mehr Verantwortung fĂŒr uns selbst ĂŒbernehmen." Der Kanzler verwies etwa darauf, dass die Bundesregierung ihre Verteidigungsausgaben stark erhöht hat.

"Raus aus Krise"

Merz sieht außerdem eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland. "Wir sind auf dem Weg raus aus der Krise." Im Jahr 2026 werde es in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von ungefĂ€hr 1,3 Prozent geben. "Wir sind raus aus diesem Tal einer schrumpfenden oder stagnierenden Volkswirtschaft." Es seien aber weiterhin Reformen notwendig.

Wirtschaftsforschungsinstitute hatten zuletzt ihre Prognosen nach oben geschraubt. Ein wesentlicher Treiber fĂŒr das Wachstum sind die Milliardenausgaben des Staates zur Modernisierung der Infrastruktur. Die Bundesregierung musste im FrĂŒhjahr infolge des Iran-Kriegs mit PreissprĂŒngen bei Öl und Gas ihre Konjunkturprognose senken und prognostizierte fĂŒr 2026 nur noch ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent.

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