Merz sieht ohne Reformen keine Wahlchancen fĂŒr CDU im Bund
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 15:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wenn wir es nicht geschafft haben, bis zu den nĂ€chsten Bundestagswahlen nachzuweisen, dass unsere Volkswirtschaft wieder nachhaltig wachsen kann, wenn wir es nicht geschafft haben, bis zur nĂ€chsten Bundestagswahl nachzuweisen, dass unsere sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest und nachhaltig reformiert worden sind, dann haben wir bei der nĂ€chsten Bundestagswahl keine Chance", sagte der Kanzler beim Deutschlandtag der Jungen Union, des Parteinachwuchses, in Bonn. Deshalb sei es wichtig, den Reformprozess bald abzuschlieĂen, sagte Merz.
Der Kanzler bekrĂ€ftigte, das Kabinett solle noch im laufenden Jahr einen Beschluss zur Rentenreform fassen. "Ich möchte, dass wir die ReformvorschlĂ€ge der Rentenkommission so umsetzen, wie sie auf dem Tisch liegen." Der Vorschlag der Rentenkommission sieht auch die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren vor, auch bekannt als Rente mit 63. Dagegen gibt es schon lĂ€nger Widerstand in der SPD. Allerdings hatten sich auch die drei ostdeutschen CDU-MinisterprĂ€sidenten Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Michael Kretschmer (Sachsen) und Mario Voigt (ThĂŒringen) gegen die PlĂ€ne gestellt.
Merz: MĂŒssen diesen Weg gehen
Mit Blick auf die Reformen rĂ€umte Merz ein: "Sie wĂŒhlen das Land auf, sie wĂŒhlen unsere Partei auf." Doch erst nach deren Abschluss werde wieder mehr Ruhe einkehren. "Doch diesen Weg bis dahin, den mĂŒssen wir gehen. Das gilt fĂŒr VerĂ€nderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der Pflege, auf dem Arbeitsmarkt." Trotz Widerstands wolle er an dem Kurs festhalten: "An der Notwendigkeit von VerĂ€nderungen Ă€ndern auch Wahlergebnisse nichts."
Merz betonte den Willen zum Kampf gegen Sozialmissbrauch. Es sei niemandem zu erklÀren, dass mit Haftbefehl gesuchte StraftÀter weiter Sozialleistungen erhielten. "Das muss aufhören, und das wird auch aufhören."
