Meta-Datenpanne: KI-Programm nach Sicherheitsvorfall pausiert
23.06.2026 - 03:56:14 | boerse-global.de
Grund: Ein Sicherheitsvorfall legte sensible Mitarbeiterdaten offen.
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Meta setzte das Training am 22. Juni 2026 aus. Das Unternehmen stufte den Vorfall als schwerwiegend ein – Kategorie „SEV 2“. Seit April zeichnete das Programm Tastenanschläge, Klicks und Mausbewegungen von US-Mitarbeitern auf.
Interne Daten für alle sichtbar
Sicherheitslücken machten private Chat-Protokolle, Leistungsdaten und Transkripte unternehmensweit zugänglich. Eine Sprecherin bestätigte: Die Ermittlungen laufen. Das Programm bleibt solange ausgesetzt. Bisher gibt es keine Hinweise auf einen Abfluss nach außen.
EU zwingt Meta zur Öffnung
Parallel eskalieren die regulatorischen Probleme. Seit dem 15. Juni 2026 muss Meta Konkurrenten wie OpenAI Zugang zur WhatsApp-Business-API gewähren. Die EU-Kommission reagierte damit auf Blockade-Vorwürfe.
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Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 20 Milliarden Euro. Meta kündigte Berufung an und prüft Bezahlmodelle für den API-Zugriff. Eine Konsultation zu Hochrisiko-KI endet heute. Die Fristen für strengere KI-Regeln im Digital Omnibus wurden teilweise auf 2027 und 2028 verschoben.
Sicherheitsupdate für WhatsApp
Meta stellt den Media-Parser von WhatsApp auf die Programmiersprache Rust um. Ziel: Speicherfehler vermeiden, die Einfallstore für Hacker sind. Der neue Parser umfasst 90.000 Zeilen Code – deutlich weniger als die 160.000 Zeilen in C++.
Warnung vor KI-Agenten
Signal-Präsidentin Meredith Whittaker warnte am 21. Juni vor neuen Risiken. KI-Agenten müssten Nachrichten lesen können – das gefährde die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Inhalte würden im Klartext erfasst, bevor sie verschlüsselt oder nach der Entschlüsselung.
Führungswechsel und Milliarden-Investment
Meta investiert rund 900 Millionen Dollar in das indische Fintech Cred – eine Beteiligung von etwa 20 Prozent. Cred-Gründer Kunal Shah übernimmt die Leitung von WhatsApp. Der bisherige Chef Will Cathcart wechselt in eine strategische Rolle.
Die Meta-Aktie notiert bei 494,10 Euro – ein Minus von 11,7 Prozent gegenüber dem Jahreshöchstwert. Die Bewältigung der Datenschutzvorfälle und die EU-Vorgaben gelten als entscheidend für die künftige Stabilität.
