Metallhandwerk Berlin-Brandenburg: Tarifabschluss mit 3,85% Lohnplus
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 00:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die IG Metall Berlin-Brandenburg hat am 21. August 2026 einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten im Metallhandwerk der Region erzielt. Die Verhandlungsergebnisse sehen signifikante Steigerungen der Stundenlöhne, Einmalzahlungen sowie spezifische Verbesserungen für Auszubildende vor.
Mit einer Laufzeit von zwölf Monaten zielt die Einigung darauf ab, die finanzielle Situation der Arbeitnehmer in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld zu stabilisieren.
Lohnsteigerungen und Einmalzahlungen im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Einigung ist die Anhebung der Entgelte. Das sogenannte Eckentgelt wird ab dem 1. Juli 2026 um 0,65 Euro pro Stunde erhöht. Damit steigt der Basisstundenlohn auf 17,55 Euro, was einer prozentualen Steigerung von 3,85 Prozent entspricht. Diese Anpassung soll die Kaufkraft der Beschäftigten im regionalen Metallhandwerk stärken.
Zusätzlich zur tabellenwirksamen Erhöhung sieht der Tarifvertrag eine Einmalzahlung vor. Im September sollen die Beschäftigten eine Summe von 600 Euro erhalten. Diese Einmalzahlung dient als kurzfristige finanzielle Entlastung, bevor die reguläre Entgelterhöhung voll wirksam wird.
Durch die Kombination aus fester Sockelerhöhung pro Stunde und der Einmalzahlung adressieren die Tarifparteien sowohl die langfristige Lohnentwicklung als auch den unmittelbaren Liquiditätsbedarf der Arbeitnehmer.
Attraktivitätssteigerung für Auszubildende
Ein weiterer Schwerpunkt des Abschlusses liegt auf der Förderung des Branchennachwuchses. Angesichts des Fachkräftemangels im Handwerk wurden die Ausbildungsvergütungen spürbar angehoben. Ab dem ersten Ausbildungsjahr steigen die Bezüge pauschal um 50 Euro pro Monat.
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Konkret belaufen sich die Vergütungen nach der Neuregelung im ersten Ausbildungsjahr auf 830 Euro. Im zweiten Jahr erhalten Auszubildende 900 Euro, während die Vergütung im dritten Jahr auf 1.020 Euro steigt. Für das vierte Ausbildungsjahr wurde ein Betrag von 1.140 Euro festgesetzt.
Zusätzlich zu diesen monatlichen Steigerungen erhalten auch die Auszubildenden eine Einmalzahlung, die mit 200 Euro beziffert wird. Die IG Metall Berlin-Brandenburg unterstreicht mit diesen Maßnahmen das Ziel, die Ausbildung im Metallhandwerk finanziell attraktiver zu gestalten und junge Menschen für eine Karriere in diesem Bereich zu gewinnen.
Zusätzliche Leistungen und Laufzeit
Neben den direkten Entgeltkomponenten beinhaltet der neue Tarifvertrag die Einführung einer jährlichen Erholungsbeihilfe. Diese zusätzliche Leistung beträgt 156 Euro netto und wird den Beschäftigten einmal pro Jahr ausgezahlt. Da es sich um einen Nettobetrag handelt, kommt die Summe ohne Abzüge direkt bei den Arbeitnehmern an, was eine Neuerung in der Leistungsstruktur des regionalen Metallhandwerks darstellt.
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Die Laufzeit des gesamten Tarifpakets ist auf zwölf Monate ausgelegt. Dieser vergleichsweise kurze Zeitraum ermöglicht es den Tarifparteien, in absehbarer Zeit erneut auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren. Der Abschluss gilt für die Betriebe des Metallhandwerks in Berlin und Brandenburg und setzt nach Angaben der Gewerkschaft wichtige Impulse für die Lohnstruktur in der Region.
Mit der zeitnahen Auszahlung der Einmalzahlungen im September und der rückwirkenden beziehungsweise bereits feststehenden Erhöhung der Stundenlöhne ab Juli 2026 wurde ein Rahmen geschaffen, der Planungssicherheit für die kommenden Monate bietet.
