Mieterstrom in Solingen: 182 Haushalte zahlen 18 Prozent weniger
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Baugenossenschaft „Eigenheim“ Solingen verknüpft die Strom- und Wärmeversorgung ihrer Bestandsbauten durch ein umfassendes Contracting-Modell. Gemeinsam mit dem Dienstleister Einhundert Energie setzt das Wohnungsunternehmen auf eine Kombination aus Mieterstrom über Photovoltaikanlagen und modernen Wärmepumpen.
Wie das Fachportal solarserver.de berichtet, speisen die Solaranlagen bereits seit Juni 2026 Strom in die Gebäude ein, während der Ausbau der Wärmeversorgung für das Frühjahr 2027 vorbereitet wird.
Das Projekt umfasst auf den Dächern der Bestandsgebäude installierte Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 414 kWp. Dieser lokal erzeugte Solarstrom steht 182 Haushalten der Genossenschaft zur Verfügung.
Der angebotene Mieterstromtarif liegt nach Angaben der Projektpartner mindestens 10 % unter dem jeweils gültigen örtlichen Grundversorgungstarif. Aktuell beläuft sich der Preisvorteil für die teilnehmenden Mieterinnen und Mieter auf 18 %, bezogen auf die Berechnung für einen Zweipersonenhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 2.000 kWh.
Dachpacht und Dienstleistungspaket für die Wärmewende
Um die Sanierung ohne Belastung der eigenen Liquidität umzusetzen, wählten die Partner eine Kombination aus Pacht und externer Betriebsführung. Die Photovoltaikanlagen werden im Rahmen eines Dachpachtmodells betrieben, wodurch die Genossenschaft kein eigenes Kapital für die Errichtung der Anlagen aufbringen musste.
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Auch die Modernisierung der Wärmeversorgung wird vollständig über ein Contracting-Verfahren abgewickelt. Im Frühjahr 2027 sollen die neu installierten Wärmepumpen in einer ersten Phase zunächst 37 Wohneinheiten mit Wärme beliefern.
Der Projektpartner Einhundert Energie übernimmt dabei die vollständige Finanzierung, die bauliche Umsetzung sowie den anschließenden Betrieb und die laufende Wartung der Heizanlagen. Die Baugenossenschaft „Eigenheim“ Solingen leistet im Gegenzug einen fest vereinbarten und planbaren Baukostenzuschuss.
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Durch die Kopplung von Vor-Ort-Stromerzeugung und strombasierten Wärmepumpen schafft das Projekt eine integrierte Lösung zur Dekarbonisierung des genossenschaftlichen Wohnungsbestands.
Die Auslagerung von Investition und Betriebsrisiko an einen spezialisierten Energiedienstleister ermöglicht es der Wohnungsgenossenschaft, energetische Modernisierungen voranzutreiben und ihren Mitgliedern gleichzeitig Kostenvorteile bei den Energiepreisen weiterzugeben.
