Mietpreisbremse, Private

Mietpreisbremse: Private Vermieter fordern 338 Euro Aufschlag monatlich

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 08:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Conny-Auswertung von 9.350 FĂ€llen zeigt: Private EigentĂŒmer ĂŒberschreiten die Mietpreisbremse Ă€hnlich stark wie gewerbliche Anbieter.

Mietpreisbremse: Private Vermieter verlangen Àhnlich hohe AufschlÀge
Fassade eines klassischen Wohnhauses in einer stÀdtischen Umgebung bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Private Vermieter fordern bei Neuvermietungen fast ebenso hĂ€ufig unzulĂ€ssig hohe BetrĂ€ge wie gewerbliche Anbieter. Dies geht aus einer Auswertung des Mieterportals Conny hervor, ĂŒber die osthessenreport.de unter Berufung auf das Handelsblatt am 22. September 2026 berichtete. Die Analyse basiert auf einem Datensatz von 9.350 FĂ€llen, in denen ein Verstoß gegen die gesetzliche Mietpreisbremse festgestellt wurde.

Demnach entfallen knapp 80 Prozent der erfassten FĂ€lle auf gewerbliche oder sonstige Vermieter. Auf private Vermieter entfallen gut 19 Prozent der FĂ€lle, wĂ€hrend nicht gewinnorientierte Anbieter rund ein Prozent ausmachen. Trotz des geringeren Anteils am gesamten Fallaufkommen zeigt sich bei der Höhe der AufschlĂ€ge kaum ein Unterschied zwischen privaten EigentĂŒmern und großen Immobilienunternehmen.

AufschlÀge von mehreren Tausend Euro im Jahr

Der durchschnittliche Aufschlag ĂŒber die rechtlich zulĂ€ssige Grenze hinweg belĂ€uft sich bei privaten Vermietern auf rund 338 Euro im Monat. Gewerbliche Akteure verlangen im Schnitt einen Aufschlag von rund 348 Euro pro Monat.

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Auf das gesamte Jahr hochgerechnet summiert sich die unzulÀssige Mehrbelastung bei privaten Anbietern auf durchschnittlich 4.061 Euro. Bei gewerblichen Vermietern, zu denen unter anderem Deutsche Wohnen, Vonovia und Heimstaden zÀhlen, liegt dieser Wert bei 4.178 Euro pro Jahr.

Besonders drastische Abweichungen treten bei EinzeleigentĂŒmern sogar hĂ€ufiger auf: Bei 26,9 Prozent der privaten Vermieter lag die vereinbarte Vertragsmiete mindestens doppelt so hoch wie die ortsĂŒbliche Vergleichsmiete.

Rolle professioneller Verwaltungen

Dass private Anbieter derart hohe BetrĂ€ge fordern, liegt nach EinschĂ€tzung von Conny-GrĂŒnder Daniel Halmer selten an mangelnder Rechtskenntnis von Laien. In mindestens 73 Prozent der erfassten FĂ€lle privater Vermieter war eine professionelle Hausverwaltung eingebunden.

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Die Auswertung verdeutlicht damit, dass ĂŒberhöhte Mietforderungen auf dem Wohnungsmarkt kein reines PhĂ€nomen großer Wohnungskonzerne sind, sondern auch im privat gefĂŒhrten Wohnungsbestand unter Mitwirkung professioneller Dienstleister systematisch auftreten.

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