Deutsche essen mehr KĂ€se - Minus bei Butter
10.04.2025 - 13:28:45Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr etwas bei Butter gespart, aber mehr KĂ€se gegessen. Der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch von KĂ€seerzeugnissen stieg im Vergleich zu 2023 um ein Kilogramm auf 25,4 Kilogramm, wie die Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrung mitteilte. Die heimische KĂ€seherstellung wuchs von 2,66 Millionen Tonnen auf 2,74 Millionen Tonnen.Â
Ein PĂ€ckchen Butter weniger
Bei Butter sank der Pro-Kopf-Verbrauch demnach rechnerisch um ein 250-Gramm-PĂ€ckchen auf 5,3 Kilogramm. Die Herstellungsmenge von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen nahm den vorlĂ€ufigen Zahlen zufolge leicht auf 473.400 Tonnen ab. Dabei werden fĂŒr die Herstellung eines PĂ€ckchens Butter rund fĂŒnf Kilogramm Milch benötigt, wie es erlĂ€uternd hieĂ.
Bei Butter hatte es im vergangenen Jahr einen starken Preisanstieg gegeben. So kostete das billigste PĂ€ckchen Deutscher Markenbutter im Oktober 2,39 Euro - so viel, wie noch nie. GrĂŒnde waren nach Expertenangaben kleinere Milchmengen, die von Bauern geliefert wurden, und ein geringerer Fettgehalt in der Rohmilch. Seit Anfang Februar sinken die Butterpreise bereits wieder.
Landwirte lieferten weniger an Molkereien
Die Milchanlieferungen in den Molkereien sanken 2024 um 118.000 Tonnen auf 31,3 Millionen Tonnen, wie aus den Daten des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft hervorgeht. Dabei wirkte sich auch die Blauzungenkrankheit bei KĂŒhen aus. Die Herstellung von Konsummilch sank zum vierten Mal in Folge auf 4,1 Millionen Tonnen. Der Pro-Kopf-Verbrauch blieb mit 46,2 Kilo konstant.
Landwirte bekamen im Jahresschnitt 48,14 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch und damit knapp 3 Cent mehr als 2023. FĂŒr Biomilch gab es 58,03 Cent pro Kilo. Die Zahl der MilchkĂŒhe ging um 123.000 auf knapp 3,6 Millionen Tiere zurĂŒck. Die Zahl der Betriebe sank um 3,8 Prozent auf 48.649.


