MilitÀr: Huthi-Miliz greift saudische Hauptstadt Riad mit Drohnen an
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 09:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angefĂŒhrten MilitĂ€rbĂŒndnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kĂ€mpft. Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im SĂŒdwesten des Landes zielte.
Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen SchĂ€den oder Verletzten. Seine Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem fĂŒr die StĂ€dte Abha und Chamis Muschait.
Attacke auf das Machtzentrum des Königreichs
Der Angriff auf die Hauptstadt Riad dĂŒrfte auch symbolische Bedeutung haben: Die mit dem Iran verbĂŒndete schiitische Miliz signalisiert damit erneut, dass sie auch das Machtzentrum des sunnitischen Königreichs attackieren kann. Riad liegt Luftlinie rund 850 Kilometer von der Grenze zu den Huthi-Gebieten im westlichen Jemen entfernt.
Erst am Donnerstag hatte das MilitĂ€r nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen der Huthi abgefangen. Vor rund zehn Tagen hatte das saudische MilitĂ€rbĂŒndnis auch einen Drohnenangriff der Huthi auf die fĂŒr Muslime heilige Stadt Mekka gemeldet. Ein Huthi-Vertreter wies diesen Vorwurf zurĂŒck.
Die Miliz beschieĂt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstĂ€rkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbĂŒndet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Zuletzt setzten Huthi-Angriffe auf Ălanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die Regierung in Riad zunehmend unter Druck. Zudem wollen die Huthi die Durchfahrt saudischer Ăltanker durch die Meerenge Bab al-Mandab verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren.
