VerbÀnde, Deutschlandticket

VerbÀnde: Deutschlandticket nicht teurer machen

22.09.2024 - 06:00:37

Millionen FahrgĂ€ste sind zum Pauschaltarif von 49 Euro im Monat mit Bussen und Bahnen unterwegs. Doch eine Preiserhöhung steht im Raum. Ein BĂŒndnis warnt.

Die mögliche Preiserhöhung beim Deutschlandticket stĂ¶ĂŸt bei einem BĂŒndnis aus Sozial- und UmweltverbĂ€nden, Gewerkschaften und der evangelischen Kirche auf Ablehnung. «Das Deutschlandticket darf nicht zu einer kurzen Episode in der Geschichte unseres Landes werden. Es muss dauerhaft und preisstabil etabliert werden», teilte das BĂŒndnis SozialvertrĂ€gliche MobilitĂ€t vor der Preis-Entscheidung an diesem Montag mit. «Bezahlbare und nachhaltige MobilitĂ€t gehört zur Daseinsvorsorge. Diese darf nicht an Stadt-, Kreis- oder LĂ€ndergrenzen enden», hieß es.

Das Deutschlandticket fĂŒr 49 Euro im Monat gilt seit dem 1. Mai 2023. Es berechtigt bundesweit zur Fahrt in allen Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs, nicht aber in FernzĂŒgen. Das Ticket ist als Abonnement gedacht, aber monatlich kĂŒndbar. FĂŒr Pendler besonders in BallungsrĂ€umen ist es hĂ€ufig gĂŒnstiger als bisherige Zeitkarten.

Am Montag wollen sich die Verkehrsministerinnen und -minister der LĂ€nder auf einen neuen Preis einigen. Im GesprĂ€ch sind fĂŒr das kommende Jahr Erhöhungen auf 54, 59 oder gar 64 Euro im Monat. Wie es nach 2025 mit dem Deutschlandticket weitergeht, ist noch offen. 

Mit einem Wechsel der Bundesregierung im nĂ€chsten Jahr bestehe die Gefahr, dass die Finanzierung in Frage gestellt werde, hob das BĂŒndnis SozialvertrĂ€gliche MobilitĂ€t hervor. Ihm gehören die Evangelische Kirche in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Arbeiterwohlfahrt sowie Sozial- und UmweltverbĂ€nde an. Sie fordern beim Deutschlandticket auch Mitnahmemöglichkeiten fĂŒr Kinder und eine bundesweite einheitliche Regelung fĂŒr Sozialtickets. Zudem verlangen sie große Investitionen in Busse und Bahnen.

@ dpa.de