ROUNDUPLÀnder-Chefs, Lösung

Lösung fĂŒr SteuerausfĂ€lle bis kommende Woche

18.06.2025 - 11:07:32

MinisterprĂ€sidenten mehrerer LĂ€nder erhöhen den Druck auf den Bund, im Ringen um das Investitionsprogramm fĂŒr die Wirtschaft zu einem raschen Kompromiss zu kommen.

Bis zur kommenden Woche mĂŒsse es eine Lösung fĂŒr die EinnahmeausfĂ€lle von LĂ€ndern und Kommunen geben, sagte der niedersĂ€chsische Regierungschef Olaf Lies (SPD) vor Beratungen in Berlin. "Wir werden in der nĂ€chsten Woche ja die Entscheidung des Bundestags haben. Bis dahin muss die Einigung so gefestigt sein, dass alle wissen, woran sie dran sind."

Der Bundestag soll am Donnerstag der kommenden Woche ĂŒber das Programm entscheiden, das die maue Wirtschaftslage in Schwung bringen soll. Es enthĂ€lt Anreize fĂŒr Investitionen, unter anderem durch erweiterte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten fĂŒr Maschinen und Elektrofahrzeuge. Ab 2028 soll zudem die Körperschaftsteuer sinken. Allerdings wĂŒrden die PlĂ€ne wegen sinkender Steuern auch Einnahmeverluste fĂŒr Bund, LĂ€nder und Kommunen mit sich bringen.

Schwesig: Ausgleich vor allem fĂŒr Kommunen

Die LĂ€nder verlangen vom Bund einen finanziellen Ausgleich und verweisen dabei vor allem auf die prekĂ€re Haushaltslage vieler hoch verschuldeter Kommunen. Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) deutete an, die LĂ€nder könnten sich auch mit einem Teil-Ausgleich zufriedengeben. "Das Hauptziel ist, dass die Kommunen eine vollstĂ€ndige Kompensation bekommen und dass man natĂŒrlich auch den LĂ€ndern entgegenkommt."

Bei den heutigen GesprĂ€chen mĂŒsse entschieden werden, dass es eine Kompensation gebe - ĂŒber Umfang und Weg könne man dann noch sprechen. "Wichtig ist, dass bis zur nĂ€chsten Entscheidung des Bundestags zur letzten Lesung ein Vorschlag vorliegt", sagte sie. Nach der Abstimmung im Bundestag geht das Gesetz an den Bundesrat, wo die LĂ€nder am 11. Juli das letzte Wort haben.

Voigt will grundsÀtzliche Lösung

ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) warb fĂŒr eine grundsĂ€tzliche KlĂ€rung der Bund-LĂ€nder-Finanzbeziehungen: Es mĂŒsse ein quasi automatischer Ausgleichsmechanismus geschaffen werden auch fĂŒr andere FĂ€lle, in denen Entscheidungen des Bundes zu SteuerausfĂ€llen bei den LĂ€ndern fĂŒhren.

Dann könne man wĂ€hrend der Legislaturperiode schneller Entscheidungen treffen und immer wieder neuen Streit vermeiden. Er könne sich auch vorstellen, dass die LĂ€nder erst einmal entlastet wĂŒrden - und wenn die Wirtschaft dann anspringe, auch Geld an den Bund zurĂŒckzahlten. "Das sind alles Wege, die man diskutieren kann."

@ dpa.de