Warnstreik, HĂ€fen

Warnstreik legt mehrere HĂ€fen in Norddeutschland lahm

17.06.2024 - 18:09:27

Mit Beginn der dritten Tarifrunde haben Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter im Norden den Warenumschlag in etlichen HÀfen zum Stillstand gebracht. Der Druck auf die Arbeitgeber soll so erhöht werden.

Mit Beginn der dritten Tarifrunde haben BeschĂ€ftigte mehrerer SeehĂ€fen den Druck auf die Arbeitgeber mit einem weiteren Warnstreik noch einmal erhöht. Allein in Hamburg legten sie am Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi von 5.00 Uhr an den Hafen- und Containerumschlag weitgehend lahm. «Der Hamburger Hafen ruht», sagte ein Gewerkschaftssprecher. Gleiches gelte fĂŒr die HĂ€fen Brake und Emden in Niedersachsen sowie fĂŒr die HĂ€fen Bremen und Bremerhaven. In den großen Containerterminals wĂŒrden Schiffe nicht abgefertigt.

Nach Gewerkschaftsangaben sollte der Warnstreik parallel zur dritten Verhandlungsrunde am Montag und Dienstag je nach Standort zwischen 24 und 48 Stunden dauern. Verdi verlangt fĂŒr die BeschĂ€ftigten bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten unter anderem eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro rĂŒckwirkend zum 1. Juni sowie eine entsprechende Anhebung der SchichtzuschlĂ€ge.

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe bot bislang zum 1. Juni eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent, mindestens aber 60 Cent mehr pro Stunde an. Die SchichtzuschlÀge sollen demnach um 24 Cent bis 2,50 Euro steigen.

@ dpa.de