ZEW-Konjunkturbarometer bricht wegen Iran-Kriegs ein
17.03.2026 - 11:53:24 | dpa.deBei Finanzexperten wachsen die Sorgen, dass der Krieg im Nahen Osten die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen brachen im MĂ€rz um 58,8 Punkte zum Vormonat auf minus 0,5 Punkte ein, wie das Mannheimer Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen viel weniger deutlichen RĂŒckgang auf plus 39,2 Punkte erwartet.
«Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt fĂŒr steigenden Inflationsdruck», kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde. FĂŒr das ZEW-Barometer werden regelmĂ€Ăig Analysten und Investoren befragt.
Verbessert hat sich allerdings die immer noch sehr schwache Bewertung der aktuellen Lage. Der entsprechende Indikator stieg um 3,0 Punkte auf minus 62,9 Punkte. Ăkonomen hatten hingegen einen RĂŒckgang auf minus 68,0 Punkten erwartet.
Der Energiepreisschock drohe die Erholung der deutschen Volkswirtschaft spĂŒrbar zu verzögern, sagte Marc Schattenberg, Volkswirt bei Deutsche Bank Research. «Wir haben unsere Wachstumsprognose fĂŒr 2026 auf 1 Prozent abgesenkt. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft vollstĂ€ndig zum Erliegen kommt.» Vor allem angesichts der staatlichen Impulse mit den Milliardenausgaben fĂŒr Verteidigung und Infrastruktur halte man an der Wachstumsprognose fĂŒr 2027 von 1,5 Prozent fest.
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