USA, Europa

Internationale Notenbanker stellen sich hinter Fed-Chef

13.01.2026 - 12:11:05

Mit den Ermittlungen gegen Jerome Powell wachsen die Sorgen um die UnabhĂ€ngigkeit der US-Notenbank. Nun solidarisieren sich fĂŒhrende Zentralbankchefs mit Powell.

  • Die EZB-PrĂ€sidentin und weitere fĂŒhrende Notenbanker weltweit stellen sich ausdrĂŒcklich hinter Fed-Chef Powell. (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpa

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  • US-PrĂ€sident Trump fordert schon lange niedrigere Zinsen und macht Druck auf Powell. Die Fed bleibt jedoch eher vorsichtig und verweist auf Inflationsrisiken. (Archivbild) - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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  • Im Visier der Trump-Regierung: Fed-Chef Jerome Powell. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

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Die EZB-PrĂ€sidentin und weitere fĂŒhrende Notenbanker weltweit stellen sich ausdrĂŒcklich hinter Fed-Chef Powell. (Archivbild) - Foto: Boris Roessler/dpaUS-PrĂ€sident Trump fordert schon lange niedrigere Zinsen und macht Druck auf Powell. Die Fed bleibt jedoch eher vorsichtig und verweist auf Inflationsrisiken. (Archivbild) - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpaIm Visier der Trump-Regierung: Fed-Chef Jerome Powell. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Der von US-PrĂ€sident Donald Trump unter Druck gesetzte Fed-Chef Jerome Powell bekommt RĂŒckendeckung von fĂŒhrenden Notenbankern weltweit. «Wir stehen in voller SolidaritĂ€t mit dem Federal Reserve System und seinem Vorsitzenden Jerome H. Powell», heißt es in einer von der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten ErklĂ€rung. 

Unterzeichnet ist diese unter anderem von EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde, dem britischen Notenbankchef Andrew Bailey, dem Chef der Schweizer Notenbank SNB, Martin Schlegel, sowie Pablo HernĂĄndez de Cos, der die Bank fĂŒr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) fĂŒhrt, also die Zentralbank der Zentralbanken. Zudem unterstĂŒtzen die Chefs der Notenbanken von Schweden, DĂ€nemark, Australien, Kanada, Korea und Brasilien die SolidaritĂ€tsbekundung.

Zentralbanken betonen UnabhÀngigkeit

«Die UnabhĂ€ngigkeit der Zentralbanken ist ein Eckpfeiler der Preis-, Finanz- und WirtschaftsstabilitĂ€t im Interesse der BĂŒrger, denen wir dienen», heißt es in der ErklĂ€rung der Zentralbanker. «Es ist daher von entscheidender Bedeutung, diese UnabhĂ€ngigkeit unter uneingeschrĂ€nkter Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der demokratischen Rechenschaftspflicht zu wahren.» Powell habe seine Aufgabe mit IntegritĂ€t erfĂŒllt und sich unermĂŒdlich fĂŒr das öffentliche Interesse eingesetzt, schreiben die Zentralbanker.

Trump setzt Powell schon lange unter Druck 

US-PrĂ€sident Trump hatte von Powell wiederholt Zinssenkungen gefordert und ihn auch beleidigt. Niedrigere Zinsen wĂŒrden dabei helfen, die Konjunktur in den USA zu stĂŒtzen und die wachsende Staatsverschuldung leichter zu stemmen.

Powell hatte am Sonntag in einer außergewöhnlichen Stellungnahme strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zurĂŒckgewiesen: «Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die ZinssĂ€tze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den PrĂ€ferenzen des PrĂ€sidenten folgt.»

StaatsanwÀltin spielt Ermittlungen gegen Fed-Chef herunter

Die zustĂ€ndige StaatsanwĂ€ltin Jeanine Pirro reagierte auf der Plattform X: Außer Powell habe niemand das Wort «Anklage» in den Mund genommen. Ihre Behörde habe zu Vorladungen greifen mĂŒssen, da die Fed Informationsanfragen zu Kosten von Renovierungsarbeiten am historischen GebĂ€ude der Notenbank «ignoriert» habe.

Die steten Attacken auf Powell schĂŒren an den FinanzmĂ€rkten Sorge, die Fed könnte kĂŒnftig nicht mehr unabhĂ€ngig agieren, sondern politisch gesteuert werden. Auch deshalb hat der Dollar-Kurs zum Euro krĂ€ftig an Wert verloren. Die zunehmenden Sorgen ĂŒber die UnabhĂ€ngigkeit der US-Notenbank trieben den Goldpreis am Montag zudem zeitweise auf ein Rekordhoch.

@ dpa.de

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