London, Hohe

London: Hohe Strafen bei illegaler Arbeit und Vermietung an Migranten

13.02.2024 - 09:07:04

Mit einer drastischen VerschĂ€rfung der Geldstrafen fĂŒr illegale BeschĂ€ftigung und Beherbergung will die britische Regierung gegen unerlaubt eingereiste Menschen vorgehen.

Wer einen irregulĂ€ren Migranten zu Hause aufnimmt, muss seit Dienstag pro Person 5000 Pfund (5866 Euro) zahlen - bisher waren es 80 Pfund. Bei Vermietungen werden nun 10 000 Pfund fĂ€llig statt 1000 Pfund. Bei wiederholten VerstĂ¶ĂŸen verdoppelt sich die Strafe.

Auch Arbeitgeber mĂŒssen deutlich mehr als bisher bezahlen, wenn sie Menschen ohne die notwendigen Papiere einstellen - 45 000 statt 15 000 Pfund pro Person und im Wiederholungsfall 60 000 Pfund.

"Wir machen große Fortschritte dabei, das GeschĂ€ftsmodell ĂŒbler Menschenschmuggler zu zerstören", sagte Innen-StaatssekretĂ€r Michael Tomlinson. "Aber betrĂŒgerische Arbeitgeber und Vermieter, die bereitwillig illegalen Einwanderern erlauben, fĂŒr sich zu arbeiten und ihre Immobilien zu mieten, untergraben unsere BemĂŒhungen." Das sei ein Affront gegen ehrliche, hart arbeitende Menschen.

Die zuletzt stark gestiegene Migration ist fĂŒr die Konservative Partei von Premierminister Rishi Sunak eines der wichtigsten Themen vor der Parlamentswahl, die in diesem Jahr stattfinden soll. Vor allem die Ankunft Zehntausender Menschen in kleinen Booten ĂŒber den Ärmelkanal ist den Tories, die in Umfragen abgeschlagen hinter der sozialdemokratischen Labour-Partei liegen, ein Dorn im Auge.

Mit harten Gesetzen will Sunak die Wende schaffen. So sollen irregulÀre Migranten ungeachtet ihrer persönlichen UmstÀnde nach Ruanda abgeschoben werden. Das entsprechende Gesetz, mit dem das ostafrikanische Land trotz Warnungen von Menschenrechtsaktivisten zum sicheren Drittstaat erklÀrt werden soll, war im Unterhaus mit Regierungsmehrheit angenommen worden. Im Oberhaus droht aber Widerstand. Bei einer Debatte am Montagabend kritisierten auch Tory-Mitglieder die PlÀne scharf.

@ dpa.de