EU-Einigung, Effizienz

EU-Einigung: Mehr Effizienz und Nachhaltigkeit im Luftverkehr

06.03.2024 - 14:18:41

Mit neuen Regeln fĂŒr den europĂ€ischen Luftraum sollen FlĂŒge in der EU effizienter und umweltfreundlicher werden.

UnterhĂ€ndler des Europaparlaments und der EU-LĂ€nder verstĂ€ndigten sich am frĂŒhen Mittwochmorgen in BrĂŒssel auf neue EU-Vorschriften, um Flugrouten zu optimieren, FlugverspĂ€tungen zu verringern und CO2-Emissionen zu reduzieren, wie beide Institutionen mitteilten.

Die Reform zielt darauf ab, die Organisation des europĂ€ischen Luftraums zu verbessern, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen, hieß es in einer Mitteilung des Parlaments. Die neuen Vorschriften mĂŒssen noch von den EU-LĂ€ndern und dem Europaparlament angenommen werden, in den meisten FĂ€llen ist das Formsache.

Mit der Reform soll unter anderem geprĂŒft werden, inwiefern Fluggesellschaften und Privatjet-Anbieter etwa durch GebĂŒhren dazu gebracht werden können, die Route zu wĂ€hlen, auf der am wenigsten Kraftstoff verbraucht wird. Zudem soll es auch Anreize fĂŒr alternative, sauberere Antriebstechnologien geben. Außerdem sollen verbindliche Umwelt- und Klimaziele ausgeweitet werden.

Der Einigung vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen. Die derzeit gĂŒltigen Regeln fĂŒr den einheitlichen europĂ€ischen Luftraum stammen aus dem Jahr 2009. Die gemeinsame EU-Linie verfolgt das Ziel, die zunehmende Anzahl von FlĂŒgen und damit einhegende VerspĂ€tungen besser zu koordinieren und die Zersplitterung durch nationale Landesgrenzen und Interessen aufzulösen. Die Kommission hatte 2013 eine Überarbeitung vorgeschlagen, die 2014 vom Parlament angenommen wurde, aber zunĂ€chst an den EU-LĂ€ndern scheiterte.

Der europÀische Himmel sei bis heute immer noch ein "Flickenteppich nationaler Regelungen" und jeder Flug im Schnitt 49 Kilometer lÀnger als die Luftlinien-Distanz, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. Die Einigung sei daher ein wichtiger Schritt, um die Luftfahrt klimafreundlicher zu machen und Flugrouten so kurz wie möglich zu planen.

@ dpa.de