München: 380 Wohnungen aus Leerstand zurückgewonnen – 150 mehr als 2025
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Stadt München zieht im Vorgehen gegen zweckentfremdeten Wohnraum eine Zwischenbilanz mit deutlichem Zuwachs. Nach Angaben des Sozialreferats München konnte im laufenden Jahr 2026 bei bislang 380 Wohnungen ein illegaler Leerstand beendet werden. Das entspricht einem Plus von 150 Einheiten gegenüber dem gesamten Jahr 2025, in dem die Behörde knapp 230 Wohnungen dem Wohnungsmarkt wieder zuführen konnte.
Um Eigentümer zur Einhaltung der Vorschriften zu bewegen, setzt die bayerische Landeshauptstadt auf finanzielle Sanktionen. Das Sozialreferat verhängte bislang insgesamt über 300.000 Euro an Zwangs- und Bußgeldern.
Zwangsgelder und Bußgelder in Einzelfällen
Die Behörde verweist auf mehrere konkrete Fälle im Stadtgebiet, bei denen teils erhebliche Summen festgesetzt wurden. In Ramersdorf-Perlach standen sechs Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 484 m² seit ihrer Baufertigstellung im Jahr 2022 leer. Das Sozialreferat drohte in diesem Fall ein Zwangsgeld von 62.500 Euro an und stellte dieses fällig; weitere 125.000 Euro stehen dort noch an.
Die Stadt München hat im laufenden Jahr bereits bei 380 Wohnungen illegalen Leerstand beendet und dafür über 300.000 Euro an Zwangs- und Bußgeldern verhängt. Wer ein leer stehendes Objekt hält, sollte die Regeln zur Zweckentfremdung kennen, bevor ein Hinweis der Verwaltung eintrifft. Kostenlosen Leitfaden zum Zweckentfremdungsverbot anfordern
Ebenfalls in Ramersdorf-Perlach blieb eine 98-m²-Wohnung über fünf Jahre lang ungenutzt, was zu einem Bußgeld von 54.000 Euro führte. Im Stadtteil Au-Haidhausen wurde für eine 76-m²-Wohnung, die 16 Monate leer stand, ein Bußgeld in Höhe von 11.400 Euro verhängt.
Ein weiterer Vorgang betrifft den Bereich Neuhausen/Landshuter Allee. Dort begann Ende 2025 die Sanierung eines Objekts, nachdem zuvor über 60.000 Euro an Zwangsgeld fällig gestellt worden waren.
In Ramersdorf-Perlach standen sechs Wohneinheiten seit 2022 leer — 62.500 Euro Zwangsgeld wurden fällig gestellt, weitere 125.000 Euro stehen noch an. Ein anderer Fall zeigt, dass eine rechtzeitige Sanierung den Druck löst. Dieser Leitfaden ordnet die Bußgeldrahmen ein und zeigt, wie Sie den Rückweg in die Vermietung planen. Leitfaden Sanierung statt Bußgeld jetzt sichern
Stadt betont konsequente Durchsetzung
Münchens 3. Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) erklärte, dass in den meisten Fällen bereits ein Hinweis der Verwaltung genüge, um Eigentümer zum Einlenken zu bewegen. Gleichzeitig stellte Dietl klar, dass die Stadt die ihr zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel konsequent anwende, um dringend benötigten Wohnraum zu sichern.
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