Roland, Berger

Roland Berger EV Charging Index 2025: Deutschland fĂ€llt bei E-MobilitĂ€t zurĂŒck, China baut Vorsprung weiter aus

10.07.2025 - 09:05:00

MĂŒnchen - Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat die weltweite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in den vergangenen zwei Jahren weiter zugenommen, allerdings mit regionalen Unterschieden. Das zeigt der EV Charging Index 2025 von Roland Berger. Wie schon in den Vorjahren erreicht China erneut Platz 1 des Rankings, gefolgt von Norwegen und den USA. WĂ€hrend Deutschland wegen des Absatzeinbruchs nach dem Ende der staatlichen Förderungen auf Platz 5 abrutscht, holen andere LĂ€nder schnell auf: So steigt das Vereinigte Königreich dank des starken Wachstums bei E-Auto-VerkĂ€ufen und Ladeinfrastruktur auf Platz 4 auf. Auch Portugal und die TĂŒrkei verbessern sich und schaffen es in die obere HĂ€lfte des Index. SĂŒdkorea bleibt weiterhin ein starker Akteur im E-Fahrzeug-Markt, doch seine Gesamtplatzierung ist rĂŒcklĂ€ufig, was vor allem auf die geringe Kundenzufriedenheit mit dem Ladesystem des Landes zurĂŒckzufĂŒhren ist. Der Roland Berger EV Charging Index 2025 basiert auf einer Umfrage unter 12.000 Befragten in 33 LĂ€ndern und bewertet die wichtigsten ElektromobilitĂ€tsmĂ€rkte nach Kriterien wie MarktgrĂ¶ĂŸe, Ladeinfrastruktur, Brancheninnovation und Kundenzufriedenheit.

"Das weltweite Wachstum der ElektromobilitĂ€t geht stetig weiter, wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden. So fĂŒhren Kostenprobleme, Schwierigkeiten in der Batterie-Lieferkette und politische Änderungen in weiten Teilen Europas zu einem moderaten Wachstum der E-Auto-VerkĂ€ufe, wĂ€hrend in den Vereinigten Staaten politische Unsicherheiten den Fortschritt bremsen", sagt Adam Healy, Principal bei Roland Berger. "Im Gegensatz dazu setzt China weiterhin auf Elektrifizierung und treibt die Entwicklung des gesamten Ökosystems voran. Und auch jĂŒngere MĂ€rkte im Nahen Osten und in SĂŒdostasien verzeichnen ein erhebliches Wachstum bei der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen."

China ist erneut Vorreiter bei E-MobilitÀt

China baut seinen bereits beachtlichen E-Fahrzeug-Bestand weiter aus und glĂ€nzt zudem bei der Versorgung mit öffentlichen LadesĂ€ulen. Damit fĂŒhrt das Land erneut den EV Charging Index an. Deutschland hat dagegen an Boden verloren und liegt nun auf Platz fĂŒnf. Nach Abschaffung der staatlichen Förderung im Januar 2024 sind die Marktanteile von Elektroautos zwei Mal in Folge zurĂŒckgegangen. Dieser Trend dĂŒrfte sich jedoch 2025 umkehren. Positiv zu vermerken ist, dass Deutschland den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiter vorangetrieben hat und der Anteil der Schnellladestationen wĂ€chst. Zudem wurden Ladetechnologien weiterentwickelt, es gab Fortschritte bei Batteriewechselstationen sowie neue Pilotprojekte in Bereichen wie Vehicle-to-Grid (V2G).

Hinter den fĂŒhrenden E-MobilitĂ€tsnationen holen jĂŒngere MĂ€rkte auf: So haben etwa Frankreich und das Vereinigte Königreich in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte gemacht, ebenso wie zahlreiche LĂ€nder in SĂŒdostasien, darunter Thailand und Indonesien. Eine Ă€hnliche Entwicklung zeigt sich im Nahen Osten und in SchwellenmĂ€rkten wie Brasilien und Indien. Diese LĂ€nder liegen zwar beim Anteil der E-Autos an den NeuwagenverkĂ€ufen noch zurĂŒck, machen dies aber durch Fortschritte bei Ladeversorgung und Technologie sowie Nutzerzufriedenheit wett.

E-Autos zunehmend im Alltag genutzt

Ökologische Argumente sind weltweit nach wie vor der fĂŒhrende Treiber fĂŒr den wachsenden Marktanteil von E-Autos, allerdings gewinnen auch die gĂŒnstigeren Betriebskosten im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen zunehmend an Bedeutung. Im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika sind die Kostenvorteile fĂŒr NeuwagenkĂ€ufer bereits entscheidender als ökologische GrĂŒnde. Auch bei der Nutzung zeigt sich klar, dass ElektromobilitĂ€t fĂŒr immer mehr Menschen im Alltag angekommen ist: 80 Prozent der E-Auto-Besitzer geben an, 10.000 Kilometer oder mehr pro Jahr zu fahren, und 73 Prozent nutzen ihre Fahrzeuge an mindestens vier Tagen pro Woche.

Mit der zunehmenden Marktdurchdringung der E-Autos diversifizieren sich die Nutzerprofile weiter. So geht der Anteil der Befragten, die ihr Fahrzeug zuhause laden, gegenĂŒber dem Vorjahr leicht von 87 auf 85 Prozent zurĂŒck. Das passt zum allmĂ€hlichen Ausweiten der Nutzergruppen ĂŒber die typischen Early Adopter mit privater Lademöglichkeit hinaus. Weltweit erfolgt etwa die HĂ€lfte der LadevorgĂ€nge außerhalb des Zuhauses der Fahrzeugbesitzer.

"Alle Ladetypen und AnwendungsfĂ€lle bleiben wichtige Bestandteile des Lademixes und grundlegende Komponenten einer benutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur auf der ganzen Welt", sagt Martin Weissbart, Partner bei Roland Berger. "Betreiber von Ladestationen mĂŒssen dies berĂŒcksichtigen, wenn sie auf die WĂŒnsche der Nutzer nach mehr und leistungsstĂ€rkerer Infrastruktur eingehen."

Die vollstÀndige Studie können Sie hier herunterladen: https://ots.de/Kw9dTa

Über Roland Berger

Roland Berger ist eine weltweit fĂŒhrende Strategieberatung mit einem breiten Leistungsangebot fĂŒr alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland Berger wurde 1967 gegrĂŒndet und hat seinen Hauptsitz in MĂŒnchen. Die Strategieberatung ist vor allem fĂŒr ihre Expertise in den Bereichen Transformation, industrieĂŒbergreifende Innovation und Performance-Steigerung bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu verankern. Im Jahr 2024 verzeichnete Roland Berger einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro.

Pressekontakt:

Tobias Esslinger
Global Marketing & Communictaions
Tel.: +49 160 744 8483
E-Mail: tobias.esslinger@rolandberger.com
www.rolandberger.com

Original-Content von: Roland Berger ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5cad23

@ presseportal.de