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Frank Becker: Warum IT-Projekte in der Gesundheitsbranche immer wieder aus dem Ruder laufen

06.03.2024 - 10:54:51

Muntelier - IT-Projekte im Gesundheitswesen bringen oft nicht die erhofften Ergebnisse. Damit gehen gleich zwei Probleme einher, denn sie binden wertvolle Mitarbeiterressourcen und der digitale Fortschritt bleibt aus. Frank Becker ist IT-Experte im Gesundheitswesen. Mit seinem Unternehmen Becker Project Consulting unterstĂŒtzt er KrankenhĂ€user und andere medizinische Einrichtungen in allen Angelegenheiten rund um die IT. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Rolle Routine bei der DurchfĂŒhrung von IT-Projekten spielt, warum das Krankenhauszukunftsgesetz Fluch und Segen zugleich ist und welche Rolle Ärzte bei der Umsetzung von innovativen Maßnahmen spielen.

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz soll die Digitalisierung in deutschen KrankenhĂ€usern vorangetrieben werden. Dies erfordert Projekte, welche die Anforderungen umsetzen. Was gut gemeint ist, stellt viele Einrichtungen vor weitreichende Probleme, denn ihnen fehlt das Personal, um sich mit den innovativen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Mit ein Grund dafĂŒr ist die geringe AttraktivitĂ€t des Gesundheitswesens fĂŒr Informatiker. WĂ€hrend in anderen Branchen interessante Herausforderungen warten, waren interessante Projekte vor der Zeit des KHZG eher selten und weniger innovativ. "FĂŒr IT-Projekte bleibt in KrankenhĂ€usern kaum Zeit. Das liegt auch daran, dass die Branche seit Jahren stark unterfinanziert war", bestĂ€tigt Frank Becker, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Becker Project Consulting.

"Digitaler Fortschritt ist auf diese Weise kaum möglich. Langfristig können die Einrichtungen so nicht mehr mit den Entwicklungen der modernen Zeit Schritt halten", fĂŒgt der IT-Experte fĂŒr das Gesundheitswesen hinzu. Mit der Becker Project Consulting bietet er KrankenhĂ€usern und Arztpraxen eine umfassende Begleitung. Von der Beratung hinsichtlich geeigneter Software ĂŒber deren Implementierung bis hin zur UnterstĂŒtzung beim Projektmanagement hilft Frank Becker, die Digitalisierung in medizinischen Einrichtungen voranzutreiben. Warum gerade IT-Projekte ohne UnterstĂŒtzung hĂ€ufig aus dem Ruder laufen, hat Frank Becker im Folgenden zusammengefasst.

Grund 1: Fehlende Projekterfahrung

In der Regel ist die IT-Abteilung in einem Unternehmen - und auch in einer medizinischen Einrichtung - dafĂŒr da, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Dazu gehören die Wartung von Systemen, die Aktualisierung von Software oder Lizenzen und die Behebung technischer Probleme - nicht aber die DurchfĂŒhrung von Projekten. Das bedeutet, die Mitarbeiter der IT-Abteilung in KrankenhĂ€usern können hĂ€ufig nur auf geringe oder gar keine Erfahrungswerte im Hinblick auf IT-Projekte zurĂŒckgreifen. Unter diesen Voraussetzungen wird die Planung, DurchfĂŒhrung und der Abschluss eines solchen Vorhabens deutlich erschwert.

Grund 2: Zu wenig Projektroutine

Ein weiterer Grund, der sich unmittelbar aus dem ersten ergibt, ist die ebenfalls kaum vorhandene Projektroutine. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung mĂŒssen alle Aufgaben, die sich aus dem Projekt ergeben, zusĂ€tzlich zu ihrem TagesgeschĂ€ft erledigen. Unter dieser hohen Belastung kann nur ein Bruchteil der eigenen KapazitĂ€ten fĂŒr das Vorhaben aufgewendet werden. Sich abzeichnende Komplikationen werden dadurch hĂ€ufig erst dann erkannt, wenn es bereits zu spĂ€t ist - auch, weil die Routine in der DurchfĂŒhrung von Projekten fehlt, die mit einem geschĂ€rften Blick fĂŒr kritische Stellen im Projektplan einhergeht.

Grund 3: Mangelnde Mitarbeiterqualifikation

Noch dramatischer wird die Situation, wenn man einen genaueren Blick auf das Personal wirft, das mit der DurchfĂŒhrung der IT-Projekte betraut wird. Wie bereits erwĂ€hnt, sind die IT-Mitarbeiter mit dem TagesgeschĂ€ft ausgelastet - deshalb werden gerne Ärzte und PflegekrĂ€fte herangezogen, die Innovationen im Zusammenhang mit dem Krankenhauszukunftsgesetz in der eigenen Einrichtung etablieren sollen. Ihr Fachwissen belĂ€uft sich dabei meist auf nicht mehr als eine zweistĂŒndige Schulung, in der ihnen die Eckpunkte des Projekts mitgeteilt wurden. Wenn jedoch bereits IT-FachkrĂ€fte, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben, wenig routiniert in der DurchfĂŒhrung erfolgreicher digitaler Projekte sind, muss davon ausgegangen werden, dass es fachfremde Ärzte und PflegekrĂ€fte noch schwerer haben, ein solches Vorhaben durchzufĂŒhren.

Grund 4: Der Projektfokus fehlt

Ob nun ein eigentlich bereits ausgelasteter Informatiker mit einem IT-Projekt betraut wird oder doch ein Arzt, dessen Aufgabe es ist, kranken Menschen zu helfen, Ă€ndert im Grunde nichts am Ergebnis: Die betrauten Projektleiter können sich nur nachrangig auf das Vorhaben fokussieren, weil sie ihre HaupttĂ€tigkeiten nicht vernachlĂ€ssigen können. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten lĂ€uten hĂ€ufig eine AbwĂ€rtsspirale ein, in der sich Ablehnung gegenĂŒber IT-Projekten und deren nachrangige Abarbeitung stĂ€ndig verstĂ€rken - Digitalisierung ist auf diese Weise allerdings nicht möglich.

Benötigen auch Sie bei der DurchfĂŒhrung von IT-Projekten in Ihrer medizinischen Einrichtung professionelle UnterstĂŒtzung vom Experten? Dann melden Sie sich jetzt bei Frank Becker und vereinbaren Sie einen Termin!

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