Indien, Staaten

Indien und vier europÀische Staaten unterschreiben Freihandelsabkommen

10.03.2024 - 19:41:14

Nach 16 Jahren Verhandlungen haben sich die EuropÀische Freihandelsassoziation (EFTA) und Indien auf ein Freihandelsabkommen geeinigt.

Es wurde am Sonntag von den Wirtschaftsministern der fĂŒnf involvierten LĂ€nder in Neu-Delhi unterzeichnet.

Mit dem Abkommen sollen nicht nur Zölle fallen. Die nicht zur EU gehörenden EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island wollen zudem Investitionen in Indien fördern. Sie streben an, in den kommenden 15 Jahren 100 Milliarden US-Dollar in das sĂŒdasiatische Land zu investieren, wie es in dem Abkommen heißt. Dadurch sollen viele Jobs geschaffen werden, wie der indische Handelsminister Piyush Goyal erklĂ€rte.

Den Abschluss des Abkommens kann die indische Regierung vor der voraussichtlich noch im FrĂŒhjahr stattfindenden Parlamentswahl als Erfolg prĂ€sentieren. Indien ist die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Wirtschaftsmacht und das bevölkerungsreichste Land der Welt - es fehlen ausreichend Jobs. Das Land setzte zuletzt vermehrt auf Freihandelsabkommen und verhandelt unter anderem auch mit Großbritannien und der EuropĂ€ischen Union.

Bei letzterem hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei seinem Indien-Besuch im vergangenen Jahr Tempo versprochen. 2013 waren Verhandlungen zunĂ€chst gescheitert. Im Jahr 2022 wurden die GesprĂ€che wieder aufgenommen. Die deutsche Wirtschaft sieht große Potenziale in Indien. SpitzenverbĂ€nde weisen aber zugleich immer wieder auf Probleme fĂŒr deutsche Firmen hin, etwa viel BĂŒrokratie.

@ dpa.de