Drohnen-Absturz, RumÀnien

Nach Drohnen-Absturz: RumÀnien bestellt russischen Botschafter ein

14.12.2023 - 17:24:17

Nach dem Absturz einer Drohne nahe der ukrainischen Grenze in RumĂ€nien hat das Außenministerium in Bukarest am Donnerstag angekĂŒndigt, den russischen Botschafter einzubestellen.

Russland habe "erneut RumĂ€niens Luftraum verletzt, im Gegensatz zum internationalen Recht", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Die Drohne sei bei einem Angriff Russlands auf die ukrainische Hafen-Infrastruktur in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in unbewohntem Gebiet nahe dem rumĂ€nischen Dorf Grindu gelandet, hieß es aus dem Ministerium weiter. Grindu liegt an der Donau, 6,5 Kilometer Luftlinie von der ukrainischen Grenze entfernt.

Die Drohne riss nach Angaben des rumÀnischen Verteidigungsministeriums einen 1,5 Meter tiefen Krater. Kampfjets der deutschen und der rumÀnischen Luftwaffe hÀtten die russischen Flugkörper wÀhrend der auf ukrainischer Seite laufenden Kampfhandlungen von rumÀnischem Territorium aus beobachtet, ohne dass von der Nato ein Befehl zum Abschuss erfolgte.

Russland greift seit Monaten die ukrainischen Donau-HĂ€fen in unmittelbarer NĂ€he zur rumĂ€nischen Grenze an, weil von dort aus Getreide exportiert wird, seitdem dies ĂŒber die Schwarzmeer-HĂ€fen der Ukraine nicht mehr möglich ist.

@ dpa.de