BahnverbÀnde in Sorge wegen Fokus auf Instandhaltung
05.02.2024 - 01:50:15"Die dringend notwendigen Aus- und Neubauprojekte werden sich aber `nur` verzögern. Auch eine solche Verzögerung zeugt nicht von einer zukunftsgewandten Verkehrspolitik. Wenn Personen- und GĂŒterverkehr auf die Schiene verlagert werden soll, braucht es in dem jetzt bereits ĂŒberlasteten Netz zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten", forderte Naumann. Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich die Bahninfrastrukturgesellschaft InfraGo dazu entschieden habe, zunĂ€chst vor allem die Sanierung des bestehenden Netzes anzugehen. Zahlreiche ModernisierungsmaĂnahmen sollen dagegen in der PrioritĂ€t zurĂŒckgestellt worden, zitierte der "Spiegel" aus einem entsprechenden Schreiben. Von der Deutschen Bahn hieĂ es auf Anfrage, man halte grundsĂ€tzlich unverĂ€ndert an den Neu- und Ausbauvorhaben fest. "Aufgrund der aktuellen Haushaltslage war es kurzfristig erforderlich, die zeitliche Abfolge dieser Vorhaben zu ĂŒberprĂŒfen. Der Fokus bei der Umsetzung liegt, wie mit dem Bund vereinbart, zunĂ€chst auf der Modernisierung und Erneuerung des Bestandsnetzes und auf den Projekten, die bereits im Bau sind", so ein Sprecher. Bahn-Aufsichtsratsmitglied Stefan Gelbhaar betonte gegenĂŒber den Funke-Zeitungen, dass die Bahn 2024 und in den Folgejahren so viel Geld wie die letzten Jahrzehnte nicht bekomme. "Trotz der vielen zusĂ€tzlichen Milliarden gibt es innerhalb der Bahn offensichtlich Planspiele zum Stopp von Neubauvorhaben. Verkehrsministerium und Bahn sind aufgefordert hier schnell Klarheit zu schaffen", sagte er.


