FluggĂ€ste, InlandsflĂŒgen

Nur halb so viele FluggĂ€ste auf InlandsflĂŒgen wie vor Corona

31.01.2025 - 09:08:17

Nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie wurden viele InlandsflĂŒge in Deutschland nicht mehr aufgenommen. Zwar wĂ€chst die Zahl der Passagiere wieder, doch das liegt vor allem am Auslandsverkehr.

  • Die Zahl der Passagiere in Deutschland wĂ€chst, aber der heimische Luftverkehr schwĂ€chelt. (Archivbild) - Foto: Christoph Schmidt/dpa/dpa-tmn

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  • Die Zahl der Passagiere an deutschen FlughĂ€fen wĂ€chst vor allem wegen AuslandsflĂŒgen. (Archivbild) - Foto: Helmut Fricke/dpa

    Helmut Fricke/dpa

Die Zahl der Passagiere in Deutschland wĂ€chst, aber der heimische Luftverkehr schwĂ€chelt. (Archivbild) - Foto: Christoph Schmidt/dpa/dpa-tmnDie Zahl der Passagiere an deutschen FlughĂ€fen wĂ€chst vor allem wegen AuslandsflĂŒgen. (Archivbild) - Foto: Helmut Fricke/dpa

Die Passagierzahlen an großen deutschen FlughĂ€fen wachsen krĂ€ftig, liegen aber deutlich unter dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie 2019. Denn der innerdeutsche Luftverkehr erholt sich nur schleppend, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. 

2024 wurden demnach an den 22 deutschen HauptverkehrsflughÀfen 199,5 Millionen FluggÀste gezÀhlt - 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen am Vor-Corona-Niveau 2019, als die FlughÀfen mit 226,7 Millionen FluggÀsten einen Rekord erreichten, lag das Passagieraufkommen aber um zwölf Prozent niedriger. 

Zwar wuchs der Flugverkehr mit dem Ausland 2024 um acht Prozent auf 173,7 Millionen FluggĂ€ste und lag nur noch um 7,8 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Zahl der FluggĂ€ste auf InlandsflĂŒgen legte hingegen nur um 3,7 Prozent auf 11,9 Millionen zu. Gemessen am Jahr 2019 lag die Passagierzahl hier damit um fast die HĂ€lfte (-48,5 Prozent) niedriger. 

LangjÀhriger Trend nach Corona-Einbruch

Schon in den vergangenen Jahren war der Luftverkehr mit dem Ausland stÀrker gewachsen als im Inland, nachdem die Passagierzahlen im Corona-Jahr 2020 in beiden Bereichen um 75 Prozent eingebrochen waren.

Vor allem InlandsflĂŒge wurden nach der Pandemie nicht wieder aufgenommen. Deutsche FlughĂ€fen kritisieren schon lange, dass Deutschland bei der Erholung des Luftverkehrs im europĂ€ischen Vergleich hinten liegt und machen dafĂŒr hohe staatlich beeinflusste Kosten wie Luftverkehrssteuer und Sicherheitskosten verantwortlich. Viele Airlines seien nicht mehr bereit, von und nach Deutschland zu fliegen.

Luftfracht fast auf Vorkrisenniveau

Anders als im Passagierverkehr hat das Luftfrachtaufkommen 2024 das Vor-Corona-Niveau fast wieder erreicht: Mit 4,7 Millionen Tonnen wurden an den deutschen HauptverkehrsflughÀfen gut zwei Prozent mehr Fracht transportiert als 2023, so die Statistiker. Im Vergleich zu 2019 war das Luftfrachtaufkommen damit nur um 0,2 Prozent geringer.

@ dpa.de