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'Bild': Union will Antrag zu ZurĂŒckweisungen in Bundestag einbringen

12.09.2024 - 06:19:09

Nach dem gescheiterten Migrationsgipfel von Regierung und CDU/CSU will die Unionsfraktion am Donnerstag wohl einen eigenen Antrag zum Thema in den Bundestag einbringen.

"Wir haben durch Fristverzicht ermöglicht, dass die Koalition morgen frĂŒh zwei Artikelgesetze zu Sicherheit und Migration in erster Lesung im Bundestag beraten kann. Wir stellen ein eigenes Artikelgesetz dazu, das wir mit beraten", erklĂ€rte der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Über den Inhalt des Antrags machte Frei in der Talkshow keine genaueren Angaben.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge soll es darin allerdings um ZurĂŒckweisungen an der Grenze gehen. "Umfassende ZurĂŒckweisungen an den deutschen Binnengrenzen sind rechtlich zulĂ€ssig, sie sind praktisch möglich und mit Blick auf die gegenwĂ€rtige Lage jetzt geboten", zitiert die "Bild" aus dem Antrag. Mit Blick auf die gescheiterten GesprĂ€che sagte Frei im ZDF, dass ZurĂŒckweisungen ein entscheidender Punkt seien, der in einem Gesamtpaket enthalten sein mĂŒsse.

"Jetzt wird sich zeigen, ob der politische Wille fĂŒr ZurĂŒckweisungen da ist. CDU und CSU werden im Bundestag eine echte Wende in der Migrationspolitik fordern", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Throm, zu "Bild". Die Unionsfraktion vertritt die Auffassung, dass auch Menschen, die Asyl beantragen wollen, direkt an der Grenze zurĂŒckgewiesen werden könnten. Derzeit werden nur AuslĂ€nder zurĂŒckgewiesen, gegen die eine Einreisesperre verhĂ€ngt wurde oder wenn jemand kein Asylgesuch vorbringt.

Die Ampel-Regierung hatte GesprĂ€che mit Union und LĂ€ndern ĂŒber ein mögliches gemeinsames Vorgehen in der Migrationspolitik gefĂŒhrt. CDU-Chef Friedrich Merz hatte diese nach der zweiten Runde fĂŒr gescheitert erklĂ€rt. Auch Politiker der Koalitionspartei FDP befĂŒrworten ZurĂŒckweisungen. FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai sagte zu "Bild": Wir stehen bei Migration der Union nahe. Wir sind auch nach wie vor bereit, ihre VorschlĂ€ge gemeinsam umzusetzen."

@ dpa.de