Australiens, Botschafter

Australiens Botschafter löscht kritische Trump-Posts

07.11.2024 - 06:15:49

Nach dem Sieg Donald Trumps bei der US-PrĂ€sidentenwahl bekommen manche frĂŒhere Kritiker anscheinend kalte FĂŒĂŸe.

So löschte der ehemalige australische Premierminister Kevin Rudd - seit 2023 australischer Botschafter in Washington - mehrere Posts in sozialen Medien, in denen er Trump offen angegangen war. Rudd hatte etwa 2020 in einem Tweet geschrieben, Trump ziehe "Amerika und die Demokratie durch den Dreck". Er lebe davon, Spaltung zu schĂŒren, statt sie zu kitten und sei der "destruktivste PrĂ€sident der Geschichte".

Damals war Rudd Vorsitzender eines Thinktanks namens "Asia Society". Beim Klicken auf die Links zu diesen Tweets heißt es nun: "Diese Seite gibt es nicht." Stattdessen postete Rudd auf X ein GlĂŒckwunschtelegramm an die Adresse Trumps.

Trump hatte Rudd im MĂ€rz gedroht

Rudds BĂŒro erklĂ€rte, die gelöschten Inhalte gĂ€ben weder die Sichtweise des Botschafters noch der australischen Regierung wieder. "Aus Respekt vor dem Amt des PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten und nach der Wahl von PrĂ€sident Trump hat Botschafter Rudd diese frĂŒheren Kommentare von seiner persönlichen Webseite und seinen Social-Media-KanĂ€len entfernt." Rudd freue sich auf die Zusammenarbeit mit PrĂ€sident Trump und seinem Team, "um die Allianz zwischen den USA und Australien weiter zu stĂ€rken".

Trump selbst war im MÀrz in einem Interview mit dem australischen Sender SBS auf die Kritik angesprochen worden. Er habe gehört, dass Rudd nicht der Hellste sei, betonte er da. Sollte der einstige Premier aber tatsÀchlich "feindselig" sein, werde er nicht lange Botschafter in den USA bleiben.

@ dpa.de