Flughafen-Streiks, Streik

Weitere Flughafen-Streiks am Donnerstag

12.03.2024 - 17:04:21

Nach dem Streik bei der Lufthansa drohen in dieser Woche weitere FlugausfÀlle im deutschen Luftverkehr.

Die Gewerkschaft Verdi ruft nun fĂŒr Donnerstag das Sicherheitspersonal an mehreren VerkehrsflughĂ€fen zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind die Airports Berlin, Hamburg, Stuttgart, Köln/Bonn und Karlsruhe/Baden. Mit dem ganztĂ€gigen Streik will Verdi nach eigenen Angaben den Druck auf die Arbeitgeber der Branche erhöhen, vor der nĂ€chsten Verhandlungsrunde "endlich ein deutlich verbessertes einigungsfĂ€higes Angebot vorzulegen". In den bisher fĂŒnf Tarifverhandlungsrunden mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) konnte bislang keine Einigung zur Erhöhung der Löhne fĂŒr die bundesweit rund 25.000 BeschĂ€ftigten der Branche erzielt werden.

"Die Arbeitgeber hatten zuletzt zwar ein verbessertes, aber weiter unzureichendes Angebot vorgelegt, so kommen wir nicht zueinander", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Wolfgang Pieper. Die Streiks könnten noch ausgeweitet werden. "Die Arbeitgeber sind aufgefordert, endlich ein substanziell verbessertes Angebot vorzulegen." Das letzte Angebot der Arbeitgeber ĂŒber eine Anhebung der Stundenlöhne - in drei Schritten und mit zwei Leermonaten - zum 1. MĂ€rz 2024 um 1,20 Euro und zum 1.Oktober 2024 um 0,75 Euro sowie zum 1. April 2025 um 0,75 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten sei unzureichend gewesen, so Pieper. "Das ist nach zwei Jahren weniger, als wir fĂŒr ein Jahr gefordert haben. Das reicht nicht." Zudem sei das Angebot zur Mehrarbeit nicht annehmbar, da von den BeschĂ€ftigten mehr als 1,5 Monate zuschlagsfreie Mehrarbeit von den Arbeitgebern verlangt werde. Verdi fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und MehrarbeitszuschlĂ€ge ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Mit der Forderung soll der Kaufkraftverlust der BeschĂ€ftigten durch die hohe Inflation ausgeglichen werden. Die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und der Energie belasteten die Geldbeutel, insbesondere in den unteren Lohngruppen, hieß es von der Gewerkschaft. Ziel bleibe, "den Kaufkraftverlust der BeschĂ€ftigten dauerhaft auszugleichen". Die Arbeit der LuftsicherheitskrĂ€fte mĂŒsse finanziell attraktiv bleiben. Die Tarifparteien wollen die Verhandlungen in der sechsten Runde am 20. MĂ€rz fortsetzen.

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