Untersuchung zu getöteten Helfern in Gaza - Armee entlÀsst Offiziere
05.04.2024 - 14:00:51Generalstabschef Herzi Halevi habe entschieden, einen verantwortlichen Kommandeur sowie den Stabschef der zustÀndigen Brigade von ihren Positionen zu entlassen, teilte das MilitÀr am Freitag mit. Weitere Kommandeure werden den Angaben zufolge verwarnt.
Eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung der Armee kam zu dem Ergebnis, dass der Vorfall am Montagabend ein "schwerwiegendes Versagen" der israelischen EinsatzkrĂ€fte darstellte. Diese hĂ€tten den Hilfskonvoi wegen der Vermutung attackiert, zwei bewaffnete Hamas-Mitglieder seien in dem Wagen, hieĂ es von einer MilitĂ€reinheit, die zustĂ€ndig fĂŒr die Untersuchung ungewöhnlicher VorfĂ€lle wĂ€hrend des Krieges ist.
Die israelischen EinsatzkrĂ€fte erkannten demnach die Fahrzeuge nicht als Wagen der WCK. Die Angriffe auf die drei Fahrzeuge seien unter "einer schwerwiegenden Verletzung der Befehle und der Standardarbeitsanweisungen" der Armee durchgefĂŒhrt worden. "Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Vorfall nicht hĂ€tte passieren dĂŒrfen", hieĂ es weiter. Nach Angaben von World Central Kitchen waren die drei bombardierten Fahrzeuge klar gekennzeichnet.
Einem Bericht der "Haaretz" zufolge identifizierte die Einheit, die fĂŒr die Sicherheit der vom Konvoi befahrenen StraĂe verantwortlich ist, einen bewaffneten Mann auf einem Lastwagen. Der von Fahrzeugen des WCK eskortierte Lastwagen sei anschlieĂend in eine Lagerhalle gefahren. Wenige Minuten spĂ€ter hĂ€tten die drei Fahrzeuge der Hilfsorganisation die Lagerhalle wieder verlassen - jedoch ohne den Lastwagen, auf dem sich der Bewaffnete befunden haben soll.
Die sieben bei dem Vorfall getöteten Helfer stammten laut der Hilfsorganisation aus Australien, Polen, GroĂbritannien und den PalĂ€stinensergebieten - zudem hat eines der Opfer die amerikanische und kanadische StaatsbĂŒrgerschaft.

