Ampel bringt Entlastungen fĂŒr Bauern auf den Weg
28.06.2024 - 12:55:55Die Ampel-Koalition bringt zugesagte Entlastungen fĂŒr Landwirte auf den Weg. Die Branche soll von einer Erleichterung bei der Einkommensteuer mit durchschnittlich 50 Millionen Euro pro Jahr profitieren, wie aus einem am Freitag in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurf hervorgeht.
DafĂŒr sollen Betriebe Ergebnisse aus guten und schlechten Jahren verrechnen können. Dies soll den Effekt abmildern, dass bei höheren Einkommen ein höherer Steuersatz greift. Die bisher bis 2022 befristete ErmĂ€Ăigung soll fĂŒr die Bauern nun bis 2028 möglich sein.
Position der Landwirte soll gestÀrkt werden
Die PlĂ€ne sind Teil eines Entlastungspakets, das die Koalition nach bundesweiten Bauernprotesten gegen das Aus fĂŒr Agrardiesel-VergĂŒnstigungen zu Jahresbeginn vereinbart hatte. Vorgesehen ist auch der Abbau von BĂŒrokratieauflagen. AuĂerdem soll die Position der Landwirte in der Kette vom Feld bis zu den Supermarktketten gestĂ€rkt werden. Dazu wurde ebenfalls ein Gesetzentwurf eingebracht. Vorgesehen ist etwa, bestimmte Lieferanten nicht nur befristet, sondern dauerhaft in einen Schutz vor unlauteren GeschĂ€ftspraktiken einzubeziehen.Â
Als Teil des Ampel-Pakets geplant ist auch, die Weidetierhaltung zusĂ€tzlich zu fördern, ohne dass es dafĂŒr zu KĂŒrzungen bei der BasisprĂ€mie aus der EU-Agrarfinanzierung kommt. GrĂŒnen-Fraktionsvize Julia Verlinden sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Damit diejenigen Betriebe, die besonders viel fĂŒr den Erhalt unserer biologischen Vielfalt tun, besser unterstĂŒtzt werden, fĂŒhren wir zwei neue Ăkoregelungen ein.» Das gelte fĂŒr alle, egal ob Bio oder konventionell. So solle die Weidehaltung in Milchviehbetrieben neu gefördert werden, wodurch mehr Wiesen dauerhaft erhalten und gepflegt wĂŒrden.
Tierhaltungslogo ab 2025 fĂŒr Schweinefleisch in SupermĂ€rkten
Vorankommen soll auch die geplante Ausdehnung des staatlichen Tierhaltungslogos. Beschlossen ist, dass die Pflichtkennzeichnung 2025 zunĂ€chst fĂŒr Schweinefleisch in SupermĂ€rkten eingefĂŒhrt wird. Als nĂ€chster Schritt soll sie auf GaststĂ€tten und Kantinen ausgeweitet werden. Die Fraktionsvizes Matthias Miersch (SPD), Carina Konrad (FDP) und Verlinden vereinbarten dazu fĂŒr September ein FachgesprĂ€ch mit Experten unter anderem aus Landwirtschaft und Gastronomie. Im Oktober soll ein Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht werden. Das Logo hat fĂŒnf Haltungskategorien wĂ€hrend der Mast vom gesetzlichen Mindeststandard bis zu Bio.


