Schwieriges AufrÀumen nach verheerenden Unwettern in Spanien
31.10.2024 - 09:10:48In SedavĂ in der besonders betroffenen Mittelmeerregion Valencia, wo nach den Regenmassen nun wieder die Sonne scheint, tĂŒrmten sich von Wassermassen zusammengeschobene Autos und versperrten HauseingĂ€nge, wie das staatlichen Fernsehen RTVE vor Ort berichtete. Viele Bewohner konnten damit gar nicht auf die StraĂe.
"Man hat uns hier völlig vergessen", sagte ein Mann vor laufender Kamera, halb weinend. "Niemand kommt, um die Autos wegzuziehen oder uns irgendetwas zu bringen. Man hat uns aufgegeben." Die Menschen brÀuchten Essen, Kleidung und Schaufeln, um selbst die Erdmassen wegschaufeln zu können. Die Reporterin nahm diesen Appell auf und sagte, sie hoffe, dass alle zustÀndigen Behörden den Hilferuf gehört hÀtten.
Den Informationen des Senders zufolge fĂ€hrt zwar die Polizei ab und zu durch den Ort, um PlĂŒnderungen zu vermeiden. Aber bisher sei die Feuerwehr nicht vor Ort gewesen. Auch aus Utiel in der Region Valencia zeigte das Fernsehen Fotos verschlammter StraĂen, zerstörter HĂ€user und umgekippter Autos. Viele Orte waren zudem weiter ohne Strom oder Telekommunikationsnetze.
Neue Zahlen zu den bisher geborgenen Toten gibt es zunĂ€chst nicht. Immer noch werden Dutzende Menschen vermisst. Die extrem starken RegenfĂ€lle hatten am Dienstag FlĂŒsse ĂŒber die Ufer treten lassen und StraĂen in FlĂŒsse verwandelt, allen voran in den auch bei Touristen sehr beliebten Mittelmeerregionen Valencia, Murcia und Andalusien. Betroffen war zudem auch die weiter im Landesinnern liegende Region Kastilien-La Mancha. Der Wetterdienst Aemet sprach von einem "historischen Unwetter", dem schlimmsten solcher Art in der Region Valencia, wo die meisten Toten verzeichnet wurden.

