FTI-GlĂ€ubiger fordern 840 Millionen Euro zurĂŒck
20.11.2024 - 13:30:36Die GlĂ€ubiger des insolventen Reisekonzerns FTI haben bislang Forderungen ĂŒber 840 Millionen Euro angemeldet. Insolvenzverwalter Axel Bierbach hatte bei der ersten GlĂ€ubigerversammlung am Mittwoch in MĂŒnchen schlechte Nachrichten fĂŒr sie: Die Aussichten seien gering, viel Geld zurĂŒckzuerhalten. Die PrĂŒfung der Forderungen werde sich angesichts der groĂen Zahl der GlĂ€ubiger ĂŒber Jahre hinziehen. Und am Ende werde voraussichtlich nur eine geringe Quote herauskommen.Â
Der drittgröĂte europĂ€ische Reisekonzern FTI hatte im Juni Insolvenz angemeldet, nachdem Kunden und ReisebĂŒros bei Buchungen immer vorsichtiger geworden waren, Vertragspartner auf Vorkasse bestanden und dem Unternehmen das Geld ausging. Rund 290.000 GlĂ€ubiger waren Kunden der FTI Touristik GmbH. Pauschalreisende bekommen ihre Vorauszahlungen vom Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) zurĂŒck. Der DRSF hat bereits 180.000 Anspruchsberechtigte angeschrieben, 125.000 AntrĂ€ge bekommen und in etwa 50 Millionen Euro ausbezahlt.Â
Anders sieht es fĂŒr Hotels, ReisebĂŒros, Fluggesellschaften, Banken und fĂŒr den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) aus, der FTI wĂ€hrend der Corona-Pandemie Geld geliehen hatte. Laut Bierbach haben 565 GlĂ€ubiger Forderungen in Höhe von mehr als 564 Millionen Euro auf dem Postweg angemeldet. Weitere 69.000 GlĂ€ubiger meldeten elektronisch Forderungen ĂŒber gut 276 Millionen Euro an.Â
Die Abwicklung des Konzerns mache gute Fortschritte, sagte Bierbach. Mehrere Tochterfirmen und ein Vier-Sterne-Hotel auf der griechischen Insel Kos seien verkauft worden. Von den einst 1.000 FTI-BeschÀftigten in Deutschland arbeiteten noch 100 bei der Abwicklung mit.


