Transatlantiker Link: Weiter auf alle Szenarien in den USA: vorbereiten
06.03.2024 - 09:04:47"Wir dĂŒrfen Trump nicht den Gefallen tun, dass wir (Joe) Biden als PrĂ€sidenten abschreiben", sagte Michael Link (FDP) am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. FĂŒr eine mögliche zweite Amtszeit Bidens brĂ€uchten Deutschland und Europa eine ambitionierte transatlantische Agenda, gerade im Wirtschaftsbereich. "Und fĂŒr Trump gilt, dass wir uns nicht von jeder Wahlkampfvolte verrĂŒckt machen lassen, aber ernst nehmen, was er sagt, und uns nicht in falscher Sicherheit wiegen."
Trump verstehe es wie kein anderer, durch Polarisierung die republikanische WÀhlerbasis im ganzen Land zu mobilisieren, sagte Link weiter. Zugleich könne diese Polarisierung auch seine SchwÀche sein - Moderate und UnabhÀngige könnten abgeschreckt werden. "Doch Trump braucht deren Stimmen, um die Wahlen im November zu gewinnen", sagte Link.
UnabhĂ€ngig vom Ausgang der US-Wahlen mĂŒsse man "fĂŒr unsere Freiheit und unseren Wohlstand den europĂ€ischen Pfeiler der Nato und den europĂ€ischen Wirtschaftsstandort stĂ€rken", erklĂ€rte Link.
In den USA finden Anfang November PrÀsidentschaftswahlen statt. Wer PrÀsidentschaftskandidat werden will, muss sich zunÀchst in den parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Der "Super Tuesday" gilt als wichtige Etappe im Rennen um die PrÀsidentschaftskandidatur. Bei dem Vorwahl-Marathon in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten zementierte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) seine Spitzenposition.
Auch der demokratische Amtsinhaber Joe Biden, der sich ohne echte Konkurrenz bei den Demokraten um eine zweite Amtszeit bewirbt, gewann bei den Abstimmungen seiner Partei. Damit deutet derzeit alles auf eine Neuauflage des Rennens zwischen Trump und Biden im November hin. Umfragen sagen voraus, dass dies durchaus knapp werden dĂŒrfte.

