US-Kongressabgeordnete zu offiziellem Besuch in Taiwan
25.01.2024 - 09:41:39Der Besuch sei von besonderer Bedeutung, sagte Tsai am Donnerstag. Die beiden US-Kongressabgeordneten Ami Bera (Demokraten) und Mario DĂaz-Balart (Republikaner) wollen drei Tage auf der ostasiatischen Insel bleiben.
Der US-Besuch stieĂ bei Taiwans Nachbarn China auf Kritik. Die USA verhielten sich nach der Wahl negativ und sendeten das falsche Signal an die "UnabhĂ€ngigkeitskrĂ€fte Taiwans", sagte der Sprecher des chinesischen AuĂenministeriums, Wang Wenbin, am Donnerstag in Peking. Die regierende Kommunistische Partei in Peking zĂ€hlt Taiwan zum chinesischen Territorium, obwohl die Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern seit Jahrzehnten eine unabhĂ€ngige Regierung hat.
Am 13. Januar wĂ€hlten die Menschen dort Lai Ching-te zum neuen PrĂ€sidenten. Seine AmtseinfĂŒhrung ist fĂŒr den 20. Mai geplant. Lai und Tsai gehören zur Demokratischen Fortschrittspartei, die fĂŒr UnabhĂ€ngigkeit Taiwans steht.
DĂaz-Balart nannte den Besuch laut einer Mitteilung ein Zeichen der USA, Taiwans Sicherheit und Wohlstand weiter zu unterstĂŒtzen. Lai entgegnete, er wolle die gesellschaftliche WiderstandsfĂ€higkeit stĂ€rken und den Status quo in der TaiwanstraĂe, der Meerenge zwischen China und Taiwan, verteidigen. Gemeint ist damit, dass Taiwan und China eigene Staaten bleiben.
Die Regierung in Peking spricht dagegen vom Ein-China-Prinzip, wonach Taiwan zur Volksrepublik gehört. Sie will eine "friedliche Wiedervereinigung", droht aber mit militĂ€rischen Mitteln. In der TaiwanstraĂe ist die Lage deshalb angespannt. Vor dem Empfang der US-Politiker durchquerte der US-Zerstörer "USS John Finn" am Mittwoch die Meerenge, wie die US-Navy mitteilte.
Am Donnerstag teilte Taiwans Verteidigungsministerium mit, in den 24 Stunden zuvor 18 chinesische Kampfflugzeuge um Taiwan gesichtet zu haben. Das waren mehr als in den vorangegangenen Tagen. China schickt fast tÀglich MilitÀrflieger in das Gebiet.

