Verdi, Warnstreiks

Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder an

03.11.2023 - 16:31:16

Nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder am Freitag haben die Gewerkschaften zu Warnstreiks aufgerufen.

"Die Arbeitgeber haben auch in der zweiten Runde kein Angebot vorgelegt und alle wesentlichen Forderungen und Erwartungen rundweg abgelehnt", sagte Verdi-Vorsitzender Frank Werneke. "Das betrifft beispielsweise die Themen nach Schaffung von Tarifschutz für studentisch Beschäftigte und einer Regelung für eine Stadtstaatenzulage. Insbesondere aber verweigern sie einen Abschluss in Höhe des TVöD."

Das sei ein "Affront" gegenüber den Beschäftigten, die erwarteten, dass ihre Forderungen ernsthaft diskutiert werden, sagte der Gewerkschaftschef. "Die Arbeitgeber verschließen die Augen vor dem massiven Personalmangel im öffentlichen Dienst der Länder, der Belastungssituation der Beschäftigten und der unzureichenden Bezahlung. Wir werden die Warnstreiks deshalb in der Zeit vor der nächsten Runde massiv ausweiten." Besonders ärgerlich sei, dass die Arbeitgeber anstelle von ausreichend hohen Gehältern auf den möglichen Bezug von Wohngeld verweisen, so Werneke. "Damit schließen die Länderarbeitgeber für einen Teil ihrer Belegschaften von vornherein auskömmliche Gehälter aus." Verdi fordert 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro monatlich mehr. Nachwuchskräfte sollen nach Vorstellung der Gewerkschaft 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zudem zwölf Monate betragen. Nach Angaben der Gewerkschaft sind bundesweit im gesamten öffentlichen Dienst 300.000 Stellen unbesetzt, was zu besonders hohen Belastungen führe. Zudem hätten die Beschäftigten seit dem letzten Tarifabschluss im Herbst 2021 Reallohnverluste im zweistelligen Prozentbereich erlitten, so Verdi. Die Beschäftigten der Länder bildeten hinter denen von Bund und Kommunen das Schlusslicht in der Bezahlung. Verdi führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem DBB Beamtenbund und Tarifunion.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Verdi kündigt verschärfte Warnstreiks an Die Menschen in Deutschland müssen sich auf verschärfte Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder in der ersten Hälfte der kommenden Woche einstellen. (Boerse, 06.02.2026 - 13:25) weiterlesen...

Verdi kündigt verschärfte Warnstreiks an Die Menschen in Deutschland müssen sich auf verschärfte Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder in der ersten Hälfte der kommenden Woche einstellen. (Boerse, 06.02.2026 - 13:24) weiterlesen...

Nahverkehr steht bundesweit wegen Warnstreiks still. Das hat Auswirkungen auf den Verkehr. Pendler steigen unter anderem aufs Auto oder Taxi um. Bus und Bahn bleiben im Depot: Warnstreiks legen den Nahverkehr in Deutschland lahm. (Politik, 02.02.2026 - 14:59) weiterlesen...

Millionen Fahrgäste müssen wegen Warnstreiks improvisieren. Als einziges Bundesland fährt Niedersachsen - aus kuriosem Grund. Stillstand bei Bus und Bahn: Warnstreiks legen den Nahverkehr in Deutschland lahm. (Politik, 02.02.2026 - 10:53) weiterlesen...

Warnstreiks im Nahverkehr legen Deutschland lahm. Haltestellen werden nicht angefahren. Was Arbeitnehmer und Schüler nun beachten müssen. Der Wochenanfang ist für Millionen Fahrgäste des Nahverkehrs diesmal eine besondere Herausforderung. (Politik, 02.02.2026 - 08:09) weiterlesen...

Bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr angelaufen BERLIN - Wegen eines bundesweiten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi kommt es heute vielerorts ganztägig zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). (Boerse, 02.02.2026 - 07:02) weiterlesen...