Thyssenkrupp-Chef LĂłpez wehrt sich: Es ist keine Zerschlagung
27.05.2025 - 18:30:02Die Planungen fĂŒr die Personalstruktur der zukĂŒnftigen Holding seien noch gar nicht so weit fortgeschritten. "Wir kreieren aus den Segmenten fĂŒnf Bereiche, die klar auf Wachstum ausgelegt sind, die Zugang zu Kapital haben und damit auch das eigene Wachstum in die Hand nehmen können." Ihm gehe es darum, die zukĂŒnftig eigenstĂ€ndigen Unternehmen "zu stĂ€rken". Es sei geplant, das Konzept am 16. September dem Aufsichtsrat vorzustellen. Zu VorwĂŒrfen der Intransparenz von Seiten der Arbeitnehmervertreter sagte er: "SelbstverstĂ€ndlich sind in den dafĂŒr vorgesehenen Gremien schon VorgesprĂ€che gelaufen. Und somit waren beide Seiten informiert, die Arbeitnehmerseite, wie die Anteilseignerseite", so der Manager zur FAZ. Um die PlĂ€ne zu realisieren, ist fĂŒr Thyssenkrupp auch das Wohlwollen der mĂ€chtigen Krupp-Stiftung wichtig, die mit rund 21 Prozent der Anteile gröĂter EinzelaktionĂ€r des Unternehmens und im Aufsichtsrat mit zwei Sitzen vertreten ist. Der Vorstandsvorsitzende gibt sich selbstbewusst: "Unsere PlĂ€ne werden bei den Anteilseignern sehr gut ankommen", glaubt er. Die Krupp-Stiftung selbst wollte das Vorhaben zunĂ€chst nicht kommentieren. Auf eine klare Zeitschiene fĂŒr die einzelnen Ausgliederungen will sich der Thyssenkrupp-Chef nicht festlegen. Klar scheint nur, dass der Konzern in Sachen Teil-Börsengang der Marinesparte aufs Tempo drĂŒckt. "Noch in diesem Kalenderjahr" solle eine auĂerordentliche Hauptversammlung einen solchen "Spin-off" beschlieĂen, wann genau bleibt weiter offen. Thyssenkrupp möchte einen Minderheitsanteil an der Sparte an die Börse bringen. Die GeschĂ€fte dort florieren gerade wegen der unsicheren Weltlage und AufrĂŒstungsplĂ€nen. Der Teil-Börsengang solle unabhĂ€ngig davon geschehen, ob der Staat mit bei TKMS einsteigt. "Wir sind in einem sehr engen Austausch mit Berlin", sagte LĂłpez dazu. Danach gefragt, ob er durch das Durchziehen der PlĂ€ne eine Entscheidung der Regierung erzwingen wolle, sagte er: "Weil wir die Mehrheit an TKMS behalten, wĂŒrde ich nicht davon sprechen, dass wir Druck machen. Wir betreiben die Weiterentwicklung unter BerĂŒcksichtigung der Bundesregierung. Die Signale, die wir aus Berlin empfangen, sind professionell und so, wie sie sein mĂŒssen."


