Weniger AuftrĂ€ge fĂŒr deutschen Maschinenbau
04.08.2025 - 10:00:37Deutschlands Maschinen- und Anlagenbauer haben im Juni deutlich weniger neue AuftrĂ€ge eingeworben. Trotz einer starken Nachfrage aus den Euro-Staaten war auch das gesamte zweite Quartal preisbereinigt um 2 Prozent rĂŒcklĂ€ufig, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtet. Dank eines starken Auftakts blieb im ersten Halbjahr noch ein Mini-Wachstum der realen Auftragswerte um 1 Prozent.Â
«Dieser Zuwachs kommt allein aus der steigenden Nachfrage aus den Euro-LĂ€ndern und dĂŒrfte ein positives Zeichen dafĂŒr sein, dass Europa tatsĂ€chlich dabei ist, den eigenen Standort zu stĂ€rken», erklĂ€rt dazu VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.
Eurozone schafft Ausgleich allein nicht
Die AuftrĂ€ge aus der Eurozone stiegen im zweiten Quartal zwar um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, konnten aber die Verluste aus dem Inland (-1 Prozent) und besonders aus dem Nicht-Euro-Ausland (-9 Prozent) nicht ausgleichen. Im Monat Juni kamen von auĂerhalb der Eurozone sogar 13 Prozent weniger Bestellungen als ein Jahr zuvor. Insgesamt schloss der Monat mit 5 Prozent weniger AuftrĂ€gen als vor Jahresfrist ab.
Der VDMA-Experte fĂŒhrt die RĂŒckgĂ€nge auf den schwelenden Zoll-Disput mit den USA zurĂŒck. Die Auswirkungen des nun vorgesehenen Zollsatzes von 15 Prozent auf Importe in die USA lasse sich noch nicht abschĂ€tzen. «Immerhin gibt es jetzt teuer erkaufte Planungssicherheit fĂŒr die Unternehmen â wenn der "Deal" denn Bestand hat.»


