Streit, US-Hilfen

Streit um US-Hilfen fĂŒr Ukraine: Biden trifft Kongress-Spitzen

18.01.2024 - 06:08:31 | dpa.de

Nach einem Treffen von US-PrĂ€sident Joe Biden mit den Spitzen beider Parteien aus dem Kongress bleibt die Frage nach kĂŒnftigen US-Hilfen fĂŒr die Ukraine offen, doch das Weiße Haus gibt sich optimistisch.

Biden sei durch die Fortschritte bei den Verhandlungen ermutigt und strebe eine parteiĂŒbergreifende Einigung an, hieß es am Mittwochabend (Ortszeit) in einer Mitteilung. Die Republikaner haben die Freigabe weiterer Mittel fĂŒr die Ukraine an eine VerschĂ€rfung der Asylpolitik in den USA geknĂŒpft.

Der Demokrat Biden hatte die Zusammenkunft am Mittwoch anberaumt, um Bewegung in die Debatte zu bringen. Der republikanische Vorsitzende des ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, sprach danach von einem "produktiven Treffen". Zugleich betonte er, die Grenzpolitik der USA habe fĂŒr seine Partei oberste PrioritĂ€t. "Wir verstehen, dass es Bedenken gibt hinsichtlich der Sicherheit und SouverĂ€nitĂ€t der Ukraine", sagte Johnson. "Aber das amerikanische Volk hat die gleichen Bedenken hinsichtlich unserer eigenen inneren SouverĂ€nitĂ€t und unserer Sicherheit."

Das Weiße Haus hatte Mitte Dezember erklĂ€rt, dass bis zum Ende des vergangenen Jahres die bisher bewilligten Mittel aufgebraucht sein wĂŒrden. Die bisher letzte Bereitstellung von MilitĂ€rhilfen fĂŒr die Ukraine erfolgte am 27. Dezember.

Biden hatte bereits Ende Oktober beim US-Kongress ein 105 Milliarden US-Dollar (gut 94 Milliarden Euro) schweres Hilfspaket mit UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine und Israel beantragt. Davon sind mehr als 61 Milliarden US-Dollar fĂŒr die von Russland angegriffene Ukraine vorgesehen. Die USA gelten als wichtigster VerbĂŒndeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 haben die USA militĂ€rische Hilfe in Höhe von mehr als 44 Milliarden US-Dollar fĂŒr Kiew bereitgestellt oder zugesagt.

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