Auch Australien will PalÀstina als Staat anerkennen
11.08.2025 - 05:57:59"Eine Zwei-Staaten-Lösung ist die beste Hoffnung der Menschheit, den Kreislauf der Gewalt im Nahen Osten zu durchbrechen und den Konflikt, das Leid und den Hunger in Gaza zu beenden", sagte Premierminister Anthony Albanese am Mittag (Ortszeit) vor Journalisten. Das Kabinett hatte zuvor ĂŒber die Entscheidung beraten.
Albanese hatte erste am Wochenende gesagt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis Australien einen palĂ€stinensischen Staat anerkenne - und damit Erwartungen geschĂŒrt, dass eine solche AnkĂŒndigung unmittelbar bevorstehen könnte. Die Entscheidung sei Teil "einer koordinierten weltweiten Anstrengung", um eine Zwei-Staaten-Lösung voranzutreiben, betonte Albanese. Mit dem Begriff Zwei-Staaten-Lösung ist gemeint, dass Israel und ein unabhĂ€ngiger PalĂ€stinenserstaat friedlich Seite an Seite existieren.
Er habe im Vorfeld mit GroĂbritanniens Premierminister Keir Starmer, Frankreichs PrĂ€sidenten Emmanuel Macron, Neuseelands Premierminister Christopher Luxon und Japans Regierungschef Shigeru Ishiba gesprochen, sagte Albanese. Bereits am Donnerstag vergangener Woche habe er das Thema auch mit Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu und dem PrĂ€sidenten der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, erörtert.
Israel verurteilt Entscheidung
Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron hatte Ende Juli angekĂŒndigt, die Anerkennung PalĂ€stinas bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September offiziell verkĂŒnden zu wollen. Kanada folgte wenige Tage spĂ€ter. Auch GroĂbritannien drohte Israel zuletzt offen mit einer Anerkennung PalĂ€stinas, falls die Regierung von MinisterprĂ€sident Netanjahu den Gaza-Krieg und das Leiden der PalĂ€stinenser nicht beenden sollte. Fast 150 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben PalĂ€stina bereits als Staat anerkannt.
Netanjahu hatte die bevorstehende AnkĂŒndigung aus Australien und die Entscheidungen der anderen LĂ€nder kĂŒrzlich als "beschĂ€mend" bezeichnet und betont: "Heute ist der GroĂteil der jĂŒdischen Ăffentlichkeit entschieden gegen den palĂ€stinensischen Staat, aus dem einfachen Grund, dass sie wissen, dass er keinen Frieden bringen wird. Er wird Krieg bringen."

