Ukrainische Truppen verlieren Hauptversorgungsroute nach Awdijiwka
15.02.2024 - 15:19:56"Der Nachschub fĂŒr Awdijiwka und die Evakuierung aus der Stadt sind erschwert, doch wird jetzt eine rechtzeitig vorbereitete logistische Arterie genutzt", versicherte der fĂŒr den Frontabschnitt zustĂ€ndige Sprecher, Dmytro Lychowij, am Donnerstag im ukrainischen Fernsehen. Insgesamt sei die Frontlinie stark in Bewegung und einige ukrainische Einheiten hĂ€tten sich auf "vorteilhaftere Positionen" zurĂŒckziehen mĂŒssen. An anderen Stellen seien wiederum russische Einheiten zurĂŒckgedrĂ€ngt worden.
Seit mehreren Tagen berichten ukrainische und russische MilitĂ€rblogger ĂŒbereinstimmend von DurchbrĂŒchen russischer Einheiten vor allem nordwestlich der stark zerstörten Stadt. Damit droht der verbliebenen Garnison akut eine EinschlieĂung. Die Versorgung ist nur noch auf Feldwegen ĂŒber einen etwas mehr als drei Kilometer breiten Korridor möglich. Die Industriestadt Awdijiwka hatte vor dem russischen Einmarsch vor knapp zwei Jahren noch ĂŒber 30 000 Einwohner. Behördenangaben nach sollen nur noch einige Hundert Zivilisten in den Ruinen ausharren.
Im Oktober hatten russische Truppen ihre Offensive auf die bereits seit 2014 an der Frontlinie zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee gelegene Stadt im Donezker Gebiet begonnen. Ende Dezember war PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj noch demonstrativ nach Awdijiwka gefahren. Beobachter vermuten, dass der russische PrĂ€sident Wladimir Putin die Eroberung der Stadt noch vor den russischen PrĂ€sidentschaftswahlen Mitte MĂ€rz verkĂŒnden will.

