Hochwasserlage in Bayern vor dem Ende
12.06.2024 - 12:21:15"SpĂ€testens am Donnerstag werden die letzten Donaupegel die Meldestufen verlassen", teilte der Hochwassernachrichtendienst (HND) des Freistaats am Mittwoch mit. An der AltmĂŒhl und der Amper sowie am Starnberger See und Ammersee sei zwar noch mehrere Tage mit einem Ăberschreiten der niedrigsten Meldestufe eins zu rechnen. Da aber fĂŒr die kommenden Tage "keine relevanten NiederschlĂ€ge" erwartet wĂŒrden, sei davon auszugehen, dass die Hochwasserlage zu Ende gehe.
Mit dem schwĂ€bischen Landkreis Donau-Ries hob am Mittwoch auch die letzte bayerische Kommune den Katastrophenfall auf. In vielen von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten liefen nach wie vor AufrĂ€umarbeiten, Keller wurden ausgepumpt und SchĂ€den geprĂŒft. Die Zahl der bekannten Todesopfer in Bayern lag am Mittwoch weiter bei vier, ein 22 Jahre alter Feuerwehrmann galt nach wie vor als vermisst.
Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums waren wegen des Hochwassers in Bayern seit Beginn der Katastrophe rund 84 000 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Etwa 7000 Evakuierungen seien wegen der Ăberflutungen nötig gewesen. Die deutschen Versicherer rechneten laut einer vorlĂ€ufigen Prognose zufolge mit versicherten SchĂ€den von etwa zwei Milliarden Euro durch das Hochwasser in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg. Der Gesamtschaden durch die Fluten im Freistaat lĂ€sst sich bisher nicht beziffern.

